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Dänemark Schwangere Frau mit mehreren Messerstichen getötet – ungeborenes Kind überlebt

Polizeiabsperrung in Dänemark
Polizeiabsperrung in Dänemark. Ein Mord an einer schwangeren Frau sorgt dort für Entsetzen.
© Polizei Dänemark
Ein Mord an einer 37-jährigen Schwangeren in Dänemark sorgt für Entsetzen. Die Frau wurde am späten Donnerstagabend mit mehreren Messerstichen verletzt. Sie starb später im Krankenhaus. Das Kind ist noch am Leben.

Es ist eine Tat, die in Dänemark für Entsetzen sorgt: Eine 37 Jahre alte Frau wird in der Stadt Holbæk, westlich von Kopenhagen, in ihrem Auto angegriffen. Die örtliche Polizei erhielt am späten Donnerstagabend einen Notruf, dass eine Frau mit einem Messer überfallen wurde, wie es in einer Pressemitteilung der Polizei heißt.

Die schwangere Frau wurde mit mehreren Messerstichen in ein Krankenhaus gebracht, erlag allerdings ihren Verletzungen. Am Freitagmorgen teilte Kim Løvkvist, stellvertretender Inspektor bei der Polizei von Zentral- und Westseeland, bei einer Pressekonferenz zum Zustand des Kindes mit: "Das Letzte, was ich gehört habe, ist, dass das Kind lebt." Es wurde in das Kopenhagener Rigshospital gebracht. In welcher Schwangerschaftswoche die getötete Frau war, konnte er nicht sagen.

Tatverdächtiger auf der Flucht, Motiv unklar

Die ersten Ermittlungen ergaben, dass die Frau gerade von der Arbeit freibekommen hatte, als sie in ihrem Auto von einem noch unbekannten Täter überfallen wurde, der mehrfach auf sie einstach und sie aus dem Auto zog. Eine Zeugin versuchte einzugreifen und den Täter zu packen, konnte den Mord aber nicht verhindern. Der Täter konnte fliehen.

Die Polizei war zahlreich vor Ort. Am Morgen wurde eine mobile Polizeistation vor Ort eingerichtet, an die sich Zeugen oder Mitbürger wenden können. Die Ermittler bitten Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden.

"Wir haben eine umfangreiche Untersuchung eingeleitet. Wir haben derzeit weder einen konkreten Tatverdächtigen noch können wir etwas zum Motiv des Mordes sagen", sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Kriminalhauptkommissar Martin Eise Eriksen laut einer Pressemitteilung.

Dänemark: Ermordete Frau war Afghanin

Die getötete Frau arbeitete nach Informationen des Fernsehsenders TV2 in einem Pflegeheim. Laut Polizei war sie afghanische Staatsbürgerin. Ein Krisenpsychologe war vor Ort, um Mitarbeitern und Bewohnern des Heimes zu helfen, den Schock und die Trauer zu verarbeiten.

"Wir halten bei der Untersuchung alle Türen offen und ermitteln umfassend", hieß es am Morgen bei der Pressekonferenz. Derzeit sei es noch zu früh, etwas über das Verhältnis zwischen Opfer und Täter zu sagen, so die Polizei.

Der Täter wird als 18-19 Jahre alt beschrieben, rund 1,70 Meter groß, schlank, vermutlich mit einer anderen ethnischen Herkunft als Dänisch. Er soll eine kurze, schwarze Jacke und eine schwarze Mütze getragen haben. Nach ihm wird noch gefahndet. Auch die Tatwaffe konnte noch nicht sichergestellt werden.

Quellen: Polizei von Zentral- und Westseeland, TV2, "B.T."

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