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Mysteriöser Bankbesuch: Sohn soll tote Mutter zum Geldabheben mitgenommen haben

Es sind schwere Vorwürfe: Der Amerikaner David Vanzo soll mit seiner toten Mutter eine Bank besucht haben, um Geld abzuheben. Doch der Beschuldigte beteuert, dass sie erst später gestorben sei.

David Vanzo hat sich seit Jahren um seine pflegebedürftige Mutter gekümmert. Die Polizei hat ihn jetzt wegen des Verdachts auf Vernachlässigung festgenommen.

David Vanzo hat sich seit Jahren um seine pflegebedürftige Mutter gekümmert. Die Polizei hat ihn jetzt wegen des Verdachts auf Vernachlässigung festgenommen.

Ein Amerikaner packt seine Mutter in einen Rollstuhl, fährt mit ihr zur Bank und lässt sich Geld von ihrem Konto abheben. Keine Besonderheit, wäre da nicht der Vorwurf im Raum, dass die 90-Jährige beim Besuch der Filiale bereits tot gewesen sein soll.

Nach Informationen von US-Medien, hat David Vanzo Anfang Januar zusammen mit seiner Mutter eine Bankfiliale im amerikanischen Plymouth (Massachusetts) besucht und 850 Dollar abgehoben. Nur wenige Stunden später rief er den Notruf und teilte mit, dass seine Mutter gestorben sei.

Tot oder ohnmächtig?

Doch die Ermittler haben Zweifel an der Geschichte des Sohns und müssen jetzt den Zeitpunkt des Todes ermitteln. "Wir glauben, dass sich ihr Zustand im Laufe des Tages rapide verschlechtert hat und die Frage nach dem Todeszeitpunkt daher schwer zu beantworten sein wird", so Jeff Swiatkiewicz von der Polizei in Plymouth.

Sicher ist bisher nur, dass die Frau beim Eintreffen der Polizisten bereits tot war und sich in einem verwahrlosten Zustand befand. Sie lag in Kleid und Fellmantel bekleidet und mit Stiefeln, die mit Fäkalien beschmutzt waren, in ihrem Bett.

Doch ist die Frau erst in ihrem Bett gestorben oder war sie schon tot, als ihr Sohn mit ihr zur Bank gefahren ist? Ein Nachbar sagte "Fox9": "Ich weiß nicht, ob sie tot oder ohnmächtig war".

Ein Leben für die Mutter

Für den Sohn, der mittlerweile wegen des Verdachts auf Vernachlässigung festgenommen wurde, sind die Anschuldigen absurd. "Meine Mutter und ich hatten eine Vereinbarung. Ich habe seit Jahren für meine Mutter gesorgt", sagt Vanzo "Fox9". "Ich bin der gute, nicht der böse Kerl."

Berichten zufolge wurde gegen ihn schon zweimal wegen finanzieller Ausbeutung ermittelt. Diese Verschiebungen von Beträgen im fünfstelligen Bereich habe er sich jedoch nicht erklären können.

So gab er auch jetzt an, dass es sich nicht um das Konto seiner Mutter, sondern ein gemeinsames Konto gehandelt habe. "Ich habe mein Leben aufgegeben, um meine Mutter am Leben zu halten."

stb
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?