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Debra Milke: Deutsche Todeskandidatin nach 22 Jahren frei

Die gebürtige Berlinerin Debra Milke wurde 1990 in den USA zum Tode verurteilt, doch die Zweifel an ihrer Schuld wuchsen. Für die Neuauflage ihres Prozesses kommt sie auf freien Fuß - auf Kaution.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten in einer US-Todeszelle darf die gebürtige Berlinerin Debra Milke darauf hoffen, während der Neuauflage ihres Prozesses auf freien Fuß zu kommen. Ein Gericht nahe Phoenix erlaubte der Zeitung "The Arizona Republic" zufolge am Donnerstag die vorläufige Freilassung Milkes gegen eine Kaution in Höhe von 250.000 Dollar (etwa 190.000 Euro). Das teilte das Gericht via Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Die Beweise reichen nicht aus und die Wahrscheinlichkeit ist nicht groß genug, dass die Angeklagte die ihr zur Last gelegten Verbrechen begangen hat", begründete Richterin Rosa Mroz am Maricopa County Gericht ihre Entscheidung.

Wann die 49-Jährige das Gefängnis verlassen sollte, war zunächst nicht bekannt. Milkes Anwälte hatten erklärt, dass Unterstützer für die Kautionszahlung aufkommen würden. Die "Arizona Republic" berichtete, Milkes Mutter würde die Kaution hinterlegen. Mehrere Unterstützer, die von der Unschuld der gebürtigen Berlinerin überzeugt seien, hätten das Geld aufgebracht. Dem Bericht zufolge haben sie auch ein Haus in der Stadt Phoenix im US-Bundesstaat Arizona organisiert, in dem Milke nach ihrer Freilassung vorerst leben könne.

Debra Milkes Mutter lebt in Deutschland und kämpft seit Jahren für ihre Tochter - unterstützt von Prominenten wie Uschi Glas, Günther Jauch oder Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Entsprechend zeigte sich Milkes Mutter hocherfreut über die anstehende Freilassung ihrer Tochter. "Wir sind überglücklich", schrieb die Mutter Renate Janka per Mail an die BR-Fernsehsendung Report München. Nach Angaben aus Familienkreisen soll Milke bereits am Wochenende das Gefängnis verlassen können.

Milke war 1990 gemeinsam mit zwei Männern wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. Die Tochter eines US Bürgers und einer Deutschen soll zwei Bekannte beauftragt haben, ihren vierjährigen Sohn zu töten. Milkes Verurteilung stützte sich damals auf die Aussage eines Polizisten, dem sie ihre Beteiligung angeblich gestanden hatte. Ein unterschriebenes Geständnis gibt es aber ebenso wenig wie Tonaufnahmen oder Zeugen.

Gericht kassierte Todesurteil

Milke beteuerte vor Gericht ihre Unschuld. Die Geschworenen, die sie damals schuldig sprachen, erfuhren nicht, dass gegen den Polizisten eine lange Liste von Verfehlungen vorlag - darunter Falschaussage unter Eid. Nach jahrelangen Bemühungen von Milkes Anwälten kippte ein Bundesgericht in San Francisco vergangenen März schließlich das Todesurteil. Die Staatsanwaltschaft von Maricopa County im Bundesstaat Arizona kündigte daraufhin eine erneute Anklage an. Als Termin für den Prozessbeginn war im Juli der 30. September festgelegt worden.

tkr/AFP/DPA / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?