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Demjanjuk-Prozess: Mutmaßlicher NS-Scherge will in Hungerstreik treten

Der in München angeklagte mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk hat damit gedroht, in den Hungerstreik zu treten. Er werde innerhalb von zwei Wochen in den Hungerstreik treten, falls das Gericht nicht bis dahin bisher im Prozess gegen ihn unberücksichtigte Akten als Beweismittel zulasse.

Der in München wegen Kriegsverbrechen angeklagte John Demjanjuk will das Gericht unter Druck setzen. Innerhalb von zwei Wochen werde der 90-Jährige in den Hungerstreik treten, sollte das Landgericht München nicht entlastendes Material in seinem Verfahren berücksichtigen, erklärte sein Anwalt Ulrich Busch am Dienstag im Namen Demjanjuks. Namentlich wurde die 1400 Seiten starke Akte 1627 aus Russland und der Ukraine genannt, ein KGB-Bericht, der angeblich Demjanjuks Unschuld belegen kann. Der Angeklagte hielt den Fotografen und Kamerateams ein Schild mit der Nummer 1627 entgegen, um sein Anliegen zu untermauern.

Die Staatsanwaltschaft legt Demjanjuk Beihilfe zum Mord an 27.900 Menschen vorwiegend jüdischen Glaubens zur Last. Der gebürtige Ukrainer warf dem Gericht um Richter Ralph Alt vor, einen politischen Schauprozess zu führen. Wichtige Beweismittel würden unterdrückt und die Geschichte verfälscht. "Das ist eine Verhöhnung der Gerechtigkeit." Anwalt Busch verlangte, diverse Akten endlich einzuholen und zahlreiche neue Zeugen zu vernehmen.

Demjanjuk bezeichnete sich selbst als "ukrainischen Bauer", der zunächst unter dem sowjetischen Diktator Josef Stalin Hunger gelitten habe. Später sei er Kriegsgefangener der Nazis gewesen, bevor er auf betrügerische Art von den USA und Israel angeklagt worden sei. Mehr als acht Jahre habe er damals in Israel im Gefängnis gesessen, davon fünf Jahre im Todestrakt, bevor er wieder freigesprochen worden sei.

Laut Anklage in München soll Demjanjuk, der den Prozess erneut in einem eigens für ihn aufgebauten Bett verfolgte, den Nazis als KZ-Wächter gedient haben. Im Vernichtungslager Sobibor im heutigen Polen soll er Tausende Menschen in die Gaskammern getrieben haben. Bewiesen werden soll seine Schuld unter anderem durch einen Dienstausweis, den die Verteidigung allerdings nicht für echt hält.

Der vermutlich letzte große Prozess um Nazi-Verbrechen dauert bereits mehr als ein Jahr an. Für diese Woche sind noch die ersten Plädoyers eingeplant. Ein Urteil hofft das Gericht Anfang März sprechen zu können.

Reuters/AFP / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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