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Der Fall Madeleine: Spin-Doctor verteidigt McCanns

Die Eltern der verschwundenen Madeleine haben die portugiesische Polizei gebeten, sich wieder verstärkt um die Suche nach ihrer Tochter zu kümmern. Interessant war dabei weniger, was die Eltern sagten, sondern wen sie sprechen ließen - einen echten Kommunikations-Profi.

Die Eltern der vor viereinhalb Monaten verschwundenen Madeleine glauben weiter fest daran, dass ihre Tochter am Leben ist. Die portugiesische Polizei müsse sich erneut darauf konzentrieren, das Kind zu suchen, erklärten Kate und Gerry McCann über ihren neuen Sprecher Clarence Mitchell.

"Die McCanns sind gern bereit, mit der portugiesischen Polizei zu kooperieren", sagte Mitchell im Beisein des Ärzteehepaares vor deren Haus in der mittelenglischen Ortschaft Rothley.

Sprecher der McCanns ist ehemaliger Regierungsmitarbeiter

Die Eltern Madeleines seien ebenfalls "unschuldige Opfer eines gemeinen Verbrechens", betonte der Sprecher. Mitchell war früher Korrespondent des Senders BBC und zuletzt Direktor des Medienbüros der britischen Regierung.

Er habe für die Funktion als Sprecher der Madeleine-Eltern sein Regierungsamt aufgegeben, um eventuelle Interessenkonflikte zu vermeiden, teilte der Journalist mit.

Er selbst sei von der Unschuld der McCanns völlig überzeugt, sagte Mitchell. Dass sie in den letzten Wochen in Medienberichten für den angeblichen Tod der Tochter verantwortlich gemacht wurden, sei "irrsinnig".

Im Namen der Familie rief er die Presse auf, die Privatsphäre der McCanns zu respektieren. Insbesondere solle sie künftig darauf verzichten, Bilder der erst zweijährigen Zwillingsgeschwister von Madeleine zu veröffentlichen.

DPA / DPA
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