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Sieben Schüsse trafen ihn: Chris Mintz - Army-Veteran ist der Held von Roseburg

Der Army-Veteran Chris Mintz stellte sich während des Amoklaufs von Roseburg mutig dem Täter entgegen. Der Schütze traf ihn sieben Mal. Mintz' Cousin hat nun eine Kampagne, um die Krankenhauskosten zahlen zu können.

Von Elena Ochoa Lamiño

Army-Veteran wird von den Medien und sozialen Netzwerken als Held gefeiert

Chris Mintz wird in den Medien und sozialen Netzwerken nun als Held gefeiert. 

Er ist inzwischen ein richtiger Held. Medien und soziale Netzwerke feiern den Mut des Army-Veteranen Chris Mintz während des Amoklaufs am Umpqua Community College im US-Bundesstaat Oregon. Sieben Mal wird er vom Schützen getroffen, als er sich ihm entgegenstellt. Doch Mintz hat Glück, die Kugeln verfehlen lebenswichtige Organe. Dennoch "wurden während der Schießerei seine beiden Beine gebrochen. Er wird durch einen Haufen physikalischer Therapien gehen müssen", so sein Cousin Derek Bourgeois. Die Krankenhausrechnung wird sehr hoch werden, weshalb Bourgeois eine Kampagne gestartet hat, um für die Therapien Geld zu sammeln. Mit Erfolg: Bis jetzt hat er bereits über 500.000 US-Dollar an Spenden einsammeln können.

"Er ist ein Vater, ein Veteran, ein Student und jetzt ein Held", schreibt Bourgeois auf seiner Seite. Seine Familie und Freunde waren nicht überrascht über Mintz' mutigen Einsatz. Wie seine Kommilitonin Hannah Miles im Interview mit ABC News berichtet, sei er direkt, nachdem sie die Schüsse gehört hatten, zur Bibliothek gerannt und habe alle Alarmglocken ausgelöst. "Er sagte den Leute, dass sie gehen müssen, packte einige und rief 'Ihr müsst einfach gehen'", so Miles weiter. Er sei dann direkt in das Gebäude gerannt, aus dem die Schüsse kamen: "Ich weiß nicht, was dann mit ihm passierte." 

Erinnert euch an den Helden, nicht den Versager

Zeugen berichteten CNN, wie er ihre Tür zum Klassenraum blockierte und mit dem Schützen sprach. "Du kommst an mir nicht vorbei", sollen seine Worte gewesen sein. Der Schütze schoss dreimal auf Mintz, der zu Boden fiel. Während er verletzt am Boden lag, habe er gebrüllt: "Heute ist der Geburtstag meines Sohnes." Daraufhin schoss der Schütze vier weitere Male auf ihn. Mintz müssen nun wieder lernen zu gehen, berichtete seine Familie. Doch es gehe ihm soweit gut.

Mintz' Einschreiten während des Massakers wird auch deswegen in den Netzwerken gefeiert, um dem Schützen nicht das zu geben, was er wollte: Ruhm, wenigstens ein "einziges Mal in den Nachrichten" zu sein, wie er in einem Posting schrieb. "Remember the hero, not the zero", twittert ein User. "Erinnert euch an den Helden und nicht an den Versager".