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Der Holzklotz-Werfer: Drogen, Suff und keine Zukunft

Schimmlige Tische, leere Bierfässer, abgewrackte Häuser: Szenen aus der Sozialbausiedlung in Rastede. Hier lebte Nikolai H., der mutmaßliche "Holzklotzteufel" von der A 29. Dass er Drogen nahm und jede Menge trank, wussten seine Nachbarn und Freunde - aber von der Tat ahnten sie nichts.

Von Malte Arnsperger, Rastede

Andreas K. kramt eine Zigarette aus seiner weiten hellen Trainingshose, zündet sie an und stützt sich gedankenverloren auf sein Fahrrad. Der untersetzte Mann mit den blonden kurzen Haaren zieht lange an der Zigarette, blickt ins Leere. Andreas K. kann es nicht fassen, was er vor wenigen Stunden in den Nachrichten gehört hat.

Sein alter Kumpel Nikolai H. soll ein Mörder sein. Nicht irgendein Mörder. Nikolai soll der "Holzklotz-Teufel" von Oldenburg sein. Seit mehr als zehn Jahren kennen sich die beiden Aussiedler, hatten einen gemeinsamen Freundeskreis, waren oft zusammen abends unterwegs. Nun sitzt Nikolai H. in Untersuchungshaft.

Der 30-jährige Deutsch-Kasache hat gestanden, an Ostern den Klotz von einer Autobahnbrücke der A29 geworfen zu haben. Das Holz hatte ein Auto getroffen und die 33-jährige Olga K. getötet. Vor den Augen ihrer beiden Kinder und ihres Mannes.

"Ich hätte nie gedacht, dass Nikolai so was tun könnte", sagt Andreas K. Mit seinem Fahrrad steht der 26-Jährige vor einem einstöckigen U-förmigen Haus. In diesem dreckig-beigen Gebäude hat bis vor wenigen Stunden sein Freund Nikolai gewohnt. Es ist Teil einer kleinen Sozialbausiedlung im niedersächsischen Städtchen Rastede, nur wenige Kilometer nördlich von Oldenburg. 20.000 Einwohner hat die Gemeinde, gut 9000 davon leben in Rastede selber.

In der Nachbarschaft von "Herrn H."

In den vier barackenähnlichen Häusern gibt es rund zwei Dutzend Wohnungen, hier leben größtenteils Sozialhilfeempfänger. Die kleinen Vorgärten verraten viel über ihre Einwohner. Mal stehen dort kaputte Plastikstühle neben einem vermoosten Sofa, mal ein leeres Bierfass auf einem schimmligen Tisch. Staubige Wege verbinden die heruntergekommenen Behausungen.

Einer führt auch zu der Wohnung 45 E. Auf dem Klingelschild steht "Herr H.". Speckig-weiße Vorhänge hängen vor den Fenstern der Wohnung von Nikolai H. Auf der kleinen Wiese davor steht ein Holztisch, darauf liegt ein Haufen grünen Bestecks, vier rote Eisenstühle stehen rundherum. Wenn Nikolai H. aus seiner Tür trat, blickte er auf Felder, Wiesen und einen Wald. Doch idyllisch war das Leben in dieser traurigen Siedlung wohl nicht.

Stefan M. und Daniel C. stehen auf der Wiese in der Mitte der Trostlosigkeit. Die beiden Hartz-IV-Empfänger wohnen zusammen im Nachbarhaus. Sie geben mit ihrer Erscheinung und ihren Worten Auskunft über die Lebensumstände, in denen der mutmaßliche Holzklotz-Mörder die vergangenen Jahre verbracht hat.

Der 22-jährige Daniel C. ist ein hagerer Mann mit wirren blonden Haaren und ungepflegtem Vollbart. Sein schlabbriges grünes T-Shirt steckt in einer fleckigen schwarzen Jogginghose. Sein 27-jähriger Freund Stefan M. ist ein großer, sehr kräftiger Mann mit kurzen Stoppelhaaren. Beide leben seit rund fünf Jahren in der Siedlung. Jetzt geben sie sichtlich stolz ein Interview nach dem anderen. Der Holzklotz und Nikolai H. haben für einen Augenblick die große weite Welt in ihr kleines Reich gebracht.

"Dass so viel Presse da ist, so was erlebt man ja nur einmal", sagt Stefan M. Und gibt bereitwillig Auskunft über Nikolai H. Der sei vor rund drei Jahren hierhergezogen. "Er war eigentlich ein recht ruhiger und normaler Typ", sagt Daniel und schiebt sich mit seinen nikotingelben Fingern eine Zigarette in den Mund. "Aber Nikolai hat viel getrunken. Und er hat Drogen genommen, das war hier ein offenes Geheimnis." Regelmäßig sei Nikolai zudem mit neuen Fahrrädern aufgetaucht. "Wir haben uns schon gedacht, dass er klaut", erzählt Stefan.

Tatsächlich war H. bei der Polizei bekannt, mehrfach ist er schon wegen kleinerer Diebstähle aufgefallen, saß schon mal für anderthalb Jahre im Gefängnis. Bis vor einigen Monaten sei die Polizei fast täglich durch die Siedlung gefahren, berichten seine beiden Nachbarn. Zur Kontrolle, wie sie meinen. Denn Streitereien und Prügeleien zwischen betrunkenen Bewohnern gebe es hier häufiger, sagt Daniel C. Auch Nikolai habe sich daran beteiligt. "Aber er ist kein Prügelprinz", versichert Stefan M.

Hohe Arbeitslosigkeit

Streit und Schlägereien? Von all dem will Jörg E. kaum etwas mitbekommen haben. Dabei müsste er es mit am besten wissen. Schließlich wohnt er im gleichen Haus wie Nikolai H., sein Schlafzimmer grenzt an dessen Wohnung. Klar, betrunken sei Nikolai schon öfter durch die Siedlung gelaufen, sagt der fröhliche 24-jährige Jörg E. und grinst. "Aber er war eigentlich ganz friedlich und nett. Wir hatten nicht viel miteinander zu tun, haben uns gegrüßt und kurz übers Wetter gequatscht." Jörg E. ist nach eigenem Bekunden berufstätig und gehört damit wohl einer Minderheit in der Siedlung an.

Er sei Landmaschinenmechaniker und arbeite derzeit als Landschaftsgärtner für einen Campingplatz, sagt er. Mit Blaumann und roter Mütze steht der junge Mann mit der ansteckend guten Laune vor seiner Wohnung. Mit seiner Familie sei er vor 19 Jahren in die Siedlung gezogen, nach dem Tod von Oma und Mutter lebe er alleine. Es gefalle ihm hier, man gehe sich größtenteils aus dem Weg und "trinken tun doch nicht alle", sagt Jörg E. Auch mit Nikolai habe er nie Probleme gehabt.

Nachbarin beschwerte sich über laute Musik

Nur die gemeinsame Nachbarin habe schon mal die Polizei gerufen, wenn Nikolai seine russische Musik mal wieder zu laut gedreht hat. Und nun soll der Nachbar ein Mörder sein? "Ich bin schon entsetzt", sagt Jörg E. und zum ersten Mal weicht das Grinsen aus seinem Gesicht. "Ich habe mich vor einigen Wochen mal mit einer Nachbarin über das Holzklotz-Attentat unterhalten. Ich habe gescherzt, dass der Holzklotz vielleicht von hier kommt. Nikolai stand daneben, hat aber nichts gesagt."

Doch mittlerweile scheint klar, dass Nikolai H. tatsächlich in der verhängnisvollen Osternacht einen Holzklotz von der Siedlung an die nur wenige Kilometer entfernte Brücke gebracht und heruntergeworfen hat. Die Polizei bestätigte, dass das Holzstück wahrscheinlich aus der Siedlung stammt. Tatsächlich befinden sich überall auf dem weitläufigen Gelände Holzhaufen. Denn die meisten Bewohner müssen mit Holz heizen. Auch Nikolai H. Und so liegen wenige Schritte von seiner Wohnung entfernt einige dicke Holzklötze.

Schüchterner junger Mann

Von all dem habe er nichts geahnt, beteuert sein alter Freund Andreas K. Über das Attentat an Ostern habe er vor einigen Wochen mit Nikolai kurz gesprochen. "Er hat sich nichts anmerken lassen", sagt Andreas K. heute. "Aber ich hatte in den vergangenen Jahren auch nur wenig Kontakt mit Nikolai." Das war mal anders. Bis 2001 seien sie gute Freunde gewesen, hätten sich regelmäßig getroffen, berichtet Andreas K. Der Aussiedler aus Sibirien ist 1997 nach Rastede gekommen, ungefähr zu gleichen Zeit wie Nikolai, mit seinen Eltern und den zwei Schwestern.

"Wir waren seitdem in einer Gruppe zusammen mit rund 20 anderen Aussiedlern", sagt Andreas K. Ja, natürlich habe man bei den Treffen öfter mal Bier getrunken. Und ja, Nicolai habe viel getrunken. Aber sein Freund sei eher ein schüchterner, zurückhaltender junger Mann gewesen. Der dann mit den Jahren in die Drogensucht abgerutscht sei, wie Andreas K. berichtet.

Dieses Schicksal treffe viele Aussiedler, meint er. "Diese Gegend ist drogenverseucht, viele von uns werden abhängig", sagt K. Er selber sei dann einige Jahre in eine andere Stadt gezogen. Die Freundschaft zu Nikolai sei abgekühlt. Nur noch sporadisch sahen sich die beiden, einen Tag vor Nikolais Festnahme habe man sich noch im Vorbeilaufen in der Stadt gegrüßt, erzählt Andreas K.

Der 26-Jährige blickt hinter sich, auf die Wohnung von Nikolai. "Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Es ist ziemlich krass, wenn man einen Menschen so lange kennt und er dann einen Menschen umbringt und Kinder ohne ihre Mutter zurücklässt." Bevor er auf sein Fahrrad steigt, um heim zu seiner Frau und seinem Kind zu radeln, schließt Andreas K. mit einem bitteren Fazit: "Am liebsten würde ich diesen Menschen nicht kennen."

Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg