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Deutscher Hochstapler in den USA: Der falsche "Rockefeller" lächelt vor Gericht

Als "Rockefeller", "Chichester" und mit vielen anderen Namen hielt ein deutscher Hochstapler in den USA viele Leute zum Narren. Nun steht der gebürtige Bayer in Los Angeles wegen Mordes vor Gericht.

Ist der Angeklagte ein kaltblütiger Killer, der den Toten zerstückelte, in Tüten verpackte und im Garten vergrub? Oder ist der gebürtige Bayer Christian Karl Gerhartsreiter (52) nur ein komischer Kauz, der zufällig auf dem Grundstück wohnte, auf dem 1994 die Leichenteile von John Sohus gefunden wurden. Sein Mandant sei ein "seltsamer Typ, ein komischer Kerl", räumte Verteidiger Brad Bailey am Montag in seinem Eröffnungsplädoyer vor Gericht in Los Angeles ein.

"Sie werden von Zeugen über sein merkwürdiges, sonderliches und bizarres Verhalten hören", warnte Bailey die Jury von sieben Frauen und fünf Männern. Aber "viel mehr als das" könnte man dem Deutschen nicht vorwerfen, zitierte die "Los Angeles Daily News" aus der Rede des Verteidigers.

Lächelnd habe Gerhartsreiter den Gerichtssaal betreten, berichteten US-Medien. Der unscheinbar wirkende Brillenträger mit schütterem Haar erschien im dunkelblauen Anzug.

Gab sich als "großer Hollywood-Produzent" aus

Als notorischen Betrüger und Hochstapler, der in den 80er-Jahren ein "großer Hollywood-Produzent" werden wollte, stellte Staatsanwalt Habib Balian in seiner Eröffnungsrede den Deutschen dar. "Er verheimlichte, wer er wirklich war". Mit falscher Identität habe er Zugang zu reicheren Kreisen gesucht.

Gerhartsreiter, der sich jahrelang als Mitglied der "Rockefeller"-Familie ausgab, war 2011 angeklagt worden, vor 28 Jahren den Sohn seiner Vermieterin getötet zu haben. Unter dem falschen Namen Christopher Chichester lebte er in den 80er-Jahren in Kalifornien, darunter in einem Gästehaus in San Marino bei Los Angeles, wo 1994 beim Ausheben einer Grube für einen Swimmingpool der grausige Leichenfund gemacht wurde.

Ankläger Balian zeigte den Juroren Fotos von Plastiktüten mit den ausgegrabenen Überresten. Den Gerichtsmedizinern zufolge wies die Leiche schwere Kopfverletzungen und Stichwunden am Oberkörper auf. Erst 2008 konnte sie mit neuen DNA-Methoden eindeutig identifiziert werden.

John Sohus (27) und seine Frau Linda waren 1985 spurlos verschwunden. Wenig später zog auch Gerhartsreiter weg und begann mit einem seiner vielen Namen an der US-Ostküste ein neues Leben. Von der Frau fehlt bis heute jede Spur.

Oder beging eine Frau den Mord?

Das macht sich die Verteidigung zunutze. "Es wird genügend Hinweise geben, um den Schluss zu ziehen, dass es John Sohus' verschwundene Frau Linda war", stellte Bailey den Juroren in Aussicht. Sie sei groß und kräftig gewesen und hätte ihren Mann leicht töten und untertauchen können. Linda Sohus sei "genauso seltsam" gewesen wie sein Mandant, behauptete Bailey laut "Los Angeles Times".

Auf die Geschworenen kommt ein hollywoodreifes Justizdrama zu. Bis zu sechs Wochen könnte es dauern, Dutzende Zeugen sollen gehört werden, darunter Gerhartsreiters Ex-Frau Sandy Boss, eine reiche Unternehmensberaterin. Sie war eine von vielen, die er als "Clark Rockefeller" mit schillernden Geschichten von Erbschaften und reichen Verwandten narrte.

All das kam 2008 nach einem dramatischen Sorgerechtsstreit ans Licht, als er in Boston seine damals siebenjährige Tochter entführte. Er musste vor Gericht und vier Jahre ins Gefängnis, 2011 wurde er nach Kalifornien ausgeliefert. Im Falle eines Schuldspruchs drohen Gerhartsreiter 26 Jahre oder sogar lebenslange Haft.

Die Juroren müssen bei ihrem Urteil das strenge Kriterium "über berechtigte Zweifel erhaben" anlegen. Nur mit "echten, soliden Beweisen" könnten sie seinen Mandanten schuldig sprechen, schärfte Verteidiger Bailey der Jury ein. Der Mord liegt 28 Jahre zurück. Es gibt keine Waffe oder Augenzeugen, keine Blut- oder DNA-Spuren, die den Täter überführen könnten. Kein leichtes Unterfangen, umso mehr ein spannendes Gerichtsdrama.

anb/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(