HOME

Dieb hilft Polizei: Vorbildlicher Einbrecher führt Buch über seine Taten

Da kann sich die Polizei ausnahmsweise beim Täter bedanken: Ein Einbrecher aus Thüringen hat fein säuberlich die eigenen Diebstähle dokumentiert - und den Behörden damit die Arbeit erleichtert.

Die dämlichsten Patzer von Straftätern bringen es immer wieder zu großer Beliebtheit. So manch einen Einbrecher überkam in fremden Küchen ein Hüngerchen, und der ein oder andere Bankraub scheiterte schlicht daran, dass die Täter eine Tür drückten statt zogen. Eines haben die Pannen aber gemeinsam: Sie machen der Polizei die Arbeit schön einfach.

Nun hat sich auch ein junger Dieb aus Thüringen in die illustre Liste eingereiht. Mit vorbildlicher Buchführung ersparte der 22-Jährige den Behörden wohl eine Menge Zeit. Wie ein Polizeisprecher in Suhl mitteilte, hatte eine Frau den Täter beim Einbruch in ihre Garage ertappt. Die Beamten stellten ihn kurze Zeit später am Bahnhof - und fanden in seinem Gepäck nicht nur Werkzeug und Diebesgut, sondern auch ein penibel geführtes Notizbuch. Darin hatte der Täter die Diebstähle der vergangenen Wochen dokumentiert: Datum, Ort und Wert der Beute. Die Beamten haben nun mit Hilfe der Liste Ermittlungen aufgenommen. Der junge Mann kam in Polizeigewahrsam.

car/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?