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Dieter Hallervorden kritisiert Freigang "So günstig hat Herr Hoeneß noch nie gedealt!"


Im Fall Hoeneß halten sich die meisten Promis mit Meinungsäußerungen zurück. Nicht so Dieter Hallervorden. Der Komiker hält nichts davon, dass der Ex-Bayern-Präsident schon Freigang erhält.

Im Kino hat Dieter Hallervorden derzeit "Honig im Kopf", im wahren Leben ist der Komödiant unverändert zu einer klaren Meinung fähig. Und das auch im Fall Hoeneß, zu dem sich viele Promis in der Öffentlichkeit lieber eher zurückhaltend äußern. "So günstig hat Herr Hoeneß noch nie gedealt", urteilt Hallervorden über die Entscheidung, dem wegen Steuerhinterziehung verurteilten Fußball-Funktionär schon nach sieben Monaten Haft Freigang zu gewähren.

"Alle Menschen sind gleich, aber manche sind eben gleicher...", postete Hallervorden auf seiner Facebook-Seite und gab damit den Justizbehörden gleich einen mit. Für seinen Standpunkt erntete der Wahl-Berliner sowohl Lob als auch Tadel. "Da hatte die Justiz vielleicht Honig im Kopf", pflichtete ein "Didi"-Fan dem Komiker bei, während ein anderer nichts bei der Entscheidung der Justiz finden kann: "Was muss Deutschland für wenig Probleme haben, dass einem dass als Sauerei erscheint."

Strafmaß passt nicht zum Vergehen

Mehr als 79.000 "Likes" signalisieren zwar eine große Unterstützung, doch erntete Hallervorden für seinen Standpunkt auch so heftigen Gegenwind, dass er sich bemüßigt sah, darauf noch einmal zu antworten. Vor allem wollte es Hallervorden nicht gelten lassen, dass seine Meinung als "Hetze" gegen Hoeneß bezeichnet wurde. Der Komiker macht sich die Mühe, seinen Standpunkt etwas ausführlicher zu erläutern, um zu dem Schluss zu kommen: "Die Höhe der Strafe spiegelt also immer die Schwere des Vergehens wider. Im Fall Hoeneß ist die Ausgewogenheit des verfügten Strafmaßes für mich jedoch nicht zu erkennen."

Die Diskussion konnte der Schauspieler damit nicht beenden, aber immerhin versachlichen. "Lieber Dieter Hallervorden. Auch wenn es hier den Allermeisten nicht recht passt. Aber so ähnlich wäre es allen ergangen. (...) Da Ulli nicht vorbestaft war, darf er nur Freigänger sein, da er auch einen Arbeitsplatz vorweisen kann. (...) Also steht es ihm frei einer Beschäftigug nachzugehn und abends im Bau zu schlafen. Nach. ca 1,5 Jahren wird der Rest der Strafe zur Bewährung ausgesetzt...", postete ein User.

Das Gros der Kommentare aber schließt sich Hallervordens Meinung an. "Ich finde es gut das jemand aus dem öffentlichen Leben den Mut hat das auszusprechen, was der Großteil der Nation sicher denkt aber nie gehört wird. Danke Herr Hallervorden, sie sprechen mir aus der Seele".

dho

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