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Erschossener Austauschschüler: Todesschütze soll Tatwaffe an Direns Eltern übergeben

Ihren in den USA erschossenen Sohn Diren kann nichts ersetzen. Ein Vergleich erspart den Eltern einen weiteren Prozess. Sie erhalten eine Entschädigung und alle Waffen des Täters.

Die Eltern des erschossenen Austauschschülers Diren stehen mit ihren Anwälten im Gerichtssaal

Die Eltern des erschossenen Austauschschülers Diren hatten eine Zivilklage gegen den Schützen Markus Karma eingereicht. Nun wurde ein Vergleich geschlossen.

Der amerikanische Todesschütze des Hamburger Austauschschülers Diren D. hat sich mit der Familie des Opfers auf Entschädigungszahlungen geeinigt. Ein in den USA geschlossener außergerichtlicher Vergleich sieht außerdem vor, dass der zu einer hohen Haftstrafe verurteilte Markus K. alle seine Waffen an die Eltern des erschossenen Teenagers abgibt. Das bestätigte US-Anwalt David Paoli, der im Namen von Direns Familie ein Zivilverfahren angestrengt hatte.

Auch wenn es vielleicht nur symbolisch sei, "war es sehr wichtig, diesen Leuten die Waffen wegzunehmen", sagte Paoli mit Blick auf den Täter und dessen Partnerin, die weiter im Haus des Schützen lebt. Über die Höhe der Entschädigung machte der Anwalt keine Angaben. Sie geht auch nicht aus Gerichtsdokumenten über den Vergleich hervor.


Der 17-jährige Diren hatte bei einer Gastfamilie in Missoula im US-Staat Montana gelebt, als er im April 2014 von Markus K. erschossen wurde, in dessen Garage er eingedrungen war. Der Täter berief sich vergeblich darauf, dass es sein Recht sei, sich selber und sein Eigentum zu verteidigen. Im vergangenen Februar verurteilte ihn ein Gericht in Missoula wegen vorsätzlicher Tötung zu 70 Jahren Haft.

Zusätzlich reichten die Eltern Zivilklage wegen "widerrechtlicher Tötung" und Fahrlässigkeit ein. Dieser Prozess sollte im Dezember beginnen, ist aber nunmehr gestrichen, wie aus einem Dokument des zuständigen Bundesbezirksgerichts in Missoula hervorgeht.

Mutter hilft Markus K. bei Entschädigungszahlung

Paoli sagte, er dürfe zur Höhe der Entschädigungszahlungen keine Angaben machen. Der Anwalt bestätigte lediglich, die Leistungen schlössen Geld aus der Hausrats- und Autoversicherung des Schützen und eine Summe ein, die von der Mutter des Täters gezahlt werde.

Was Direns Familie mit den Waffen von Markus K. tun wird, wisse er nicht, so Paoli weiter. "Wir müssen sie nur sicherstellen, und dann wird die Familie entscheiden, was geschieht." Zu den Waffen, die an die Eltern gehen, gehört einem Gerichtsdokument zufolge auch die, mit der Markus K. auf Diren schoss. Sie bleibt aber vorerst noch bei der Polizei in Missoula als Beweismittel unter Verschluss. K. hat nämlich Berufung gegen das Urteil im Strafrechtsprozess eingelegt – und dieses Verfahren muss erst einmal abgeschlossen sein.
 

mka / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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