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DNA am Hammer: Mörder nach 17 Jahren überführt

Mehr als 17 Jahre nach dem Mord an einem Wohnungslosen in Berlin hat die Polizei nach eigenen Angaben das Verbrechen mit Hilfe moderner Kriminaltechnik aufgeklärt. DNA-Spuren an einem Zimmermannshammer überführten einen heute 44-jährigen Häftling der Tat.

Mehr als 17 Jahre nach dem Mord an einem Wohnungslosen in Berlin hat die Polizei nach eigenen Angaben das Verbrechen mit Hilfe moderner Kriminaltechnik aufgeklärt. DNA-Spuren an einem Zimmermannshammer überführten einen heute 44-jährigen Häftling der Tat, wie die Polizei am Montag in der Hauptstadt mitteilte. Das 52-jährige Opfer war demnach mit dem Hammer im Mai 1992 im Stadtteil Moabit erschlagen worden. Während sich damals an der Tatwaffe keine Spuren fanden, führte eine erneute Untersuchung des Hammers in diesem Jahr zur Sicherung eines genetischen Fingerabdrucks.

Dessen Abgleich mit der DNA-Analyse-Datei brachte die Ermittler auf die Spur des Tatverdächtigen, der den Angaben zufolge kurz vor dem damaligen Mord bereits drei andere Menschen getötet hatte. Wegen dieser Taten war der Mann im August 1992 festgenommen und später zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, die er bis heute verbüßt. Nach Einführung der DNA-Analyse-Datei im Jahr 2000 wurde dann der genetische Fingerabdruck des Verurteilten gespeichert, wodurch er laut Polizei nun auch des vierten Mordes überführt wurde. Der Verdächtige legte ein Teilgeständnis ab.

AFP / AFP
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