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Doppelmord im sächsischen Groitzsch: Unbekannter erschießt zwei junge Männer

Mysteriöser Doppelmord in sächsischer Kleinstadt: Ein 19-Jähriger und ein 23-Jähriger in Groitzsch sind am Samstagabend von einem Unbekannten erschossen worden. Motiv und Hergang der Tat sind noch unklar, die Sonderkommission "Schrott" ermittelt.

Nach dem Doppelmord in der sächsischen Kleinstadt Groitzsch wollten die Ermittler am Montag die Tatorte näher untersuchen. Auch Zeugen sollten vernommen werden, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montagmorgen in Leipzig. Die eigens gebildete Sonderkommission "Schrott" umfasst 70 Beamte.

Am Samstagabend hatte ein Unbekannter in Groitzsch südlich von Leipzig einen 19-Jährigen und und 23-Jährigen erschossen. Den 23- Jährigen fanden Passanten mit lebensgefährlichen Schussverletzungen neben seinem Auto. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus, gab zuvor aber noch den Hinweis auf ein zweites Opfer. Die Polizei fand schließlich einen 19-Jährigen in einer Lagerhalle. Er war bereits tot. Ursprünglich hatten die Ermittler das Alter der Opfer andersherum angegeben, korrigierten dies aber am Montag.

Offen blieb weiterhin, in welchem Verhältnis die Getöteten zueinander standen. Auch was sie am Samstagabend auf dem verwilderten Gelände machten, auf dem die Lagerhalle steht, war unklar. Mutmaßungen, sie hätten nach verwertbarem Buntmetall gesucht, wollte die Polizei nicht bestätigen. Geprüft werde auch ein möglicher Zusammenhang mit einem anderen Mord in Groitzsch im April 2009, hieß es. Damals war ein 27- Jähriger erschossen worden. Der Täter ist bislang nicht gefasst.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?