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Doppelmord in Bodenfelde: Jan O. brüstete sich mit Mordtat auf Facebook

Er prahlte mit seiner Mordtat im Internet: Jan O., mutmaßlicher Doppelmörder von Bodenfelde, hat auf seinem Facebook-Profil den Mord an einem Mädchen erwähnt.

Der mutmaßliche Doppelmörder von Bodenfelde hat eines seiner Verbrecher im Internet kommentiert. Es gebe eine Veröffentlichung des 26-jährigen Jan O. "im unmittelbaren Zusammenhang mit der Tat", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Northeim. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Es handle sich um "wichtige Beweise", die die Polizei nicht kommentieren wolle.

Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" soll Jan O. auf seinem Profil in dem sozialen Netzwerk Facebook geschrieben haben, er habe ein "Mädchen geschlachtet". Außerdem habe er in der kurzen Mitteilung angekündigt, "jeden Tag" ein weiteres Opfer zu töten, bis er erwischt werde, schrieb das Blatt am Donnerstag. Der Eintrag auf der inzwischen gesperrten Facebook-Seite stammt demnach vom Mittwoch vergangener Woche.

Eines der beiden mutmaßlichen Opfer von Jan O., die 14-jährige Nina, war laut Polizei Anfang der vergangenen Woche ermordet worden, nachdem sie von zu Hause ausgerissen war. Einige Tage später starb der ebenfalls aus Bodenfelde stammende 13-jährige Tobias. Er hatte am Samstag einen Freund zum Bahnhof begleitet und war danach verschwunden. Beide wurden erwürgt und erstochen.

Die Leichen der Teenager waren am Sonntag in einem Wald am Rande des kleinen niedersächsischen Ortes gefunden worden. Einen Tag später nahm die Polizei Jan O. fest. Die Motive für die Taten ist den Ermittlern zufolge bislang unklar.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kündigte der Verteidiger des 26-Jährigen ein Geständnis an. Dies könnte am Freitag, möglicherweise aber auch erst später bei Polizei, Staatsanwaltschaft oder Ermittlungsrichter eingehen, sagte ein Sprecher der Göttinger Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?