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Doppelmord von Berlin-Wedding Mehmet Y. gesteht tödliche Schüsse


Er war in ganz Europa zur Fahndung ausgeschrieben. Im Berliner Stadtteil Neukölln, wenige Kilometer vom Tatort im Wedding entfernt, nahm ein Spezialeinsatzkommando den mutmaßlichen Doppelmörder fest. Jetzt hat Mehmet Y. zugegeben, die tödlichen Schüsse abgefeuert zu haben.

Der Berliner Doppelmord steht vor der Aufklärung: Vier Tage nach den tödlichen Schüssen auf zwei Frauen hat ein Spezialeinsatzkommando den mutmaßlichen Täter gefasst. Der #link;http://www.stern.de/panorama/doppelmord-in-berlin-wedding-polizei-nimmt-mutmasslichen-todesschuetzen-fest-1714396.html;25-jährige Mehmet Y. sei festgenommen worden #, als er kurz vor Mitternacht in Neukölln in einen U-Bahnhof gehen wollte, berichtete die Polizei am Montag. Die Justiz erließ Haftbefehl gegen ihn.

Dem 25-Jährigen werden zweifacher Mord und Mordversuch in drei Fällen zur Last gelegt, sagte eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft. Der Mann habe die Schüsse bei einer Polizei-Vernehmung auch eingeräumt. Zum Motiv habe er allerdings nur unklare Angaben gemacht - deshalb gingen die Ermittlungen weiter.

Ein Spezialeinsatzkommando hatte den mutmaßlichen Todesschützen in der Nacht zu Montag festgenommen, nachdem er aus einem Taxi ausgestiegen und gerade auf dem Weg in den U-Bahnhof war. Er sei unbewaffnet gewesen und habe keinen Widerstand geleistet, berichtete die Polizei. Unmittelbar danach habe er die Ermittler zu einem in der Nähe des Tatorts liegenden Versteck geführt. Nach den Schüssen habe er die Waffe im Gebüsch verborgen. Eine Analyse soll nun zeigen, ob es sich um die Tatwaffe handelt. Die Polizei suchte europaweit mit Fahndungsfotos nach dem 25-Jährigen.

Versteck im verlassenen Krankenhaus

In den vergangenen Tagen hatte er sich in einem leeren Haus in Berlin-Britz versteckt. Die Polizei bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach es sich um ein verlassenes Krankenhaus gehandelt habe. Der 25-Jährige soll übernachtet haben.

Wie die Fahnder dem Mann auf die Spur kamen, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Es habe mehr als 40 Hinweise aus der Bevölkerung gegeben. Die Veröffentlichung eines neueren Fahndungsfotos am Wochenende erhöhte den Druck auf den Gesuchten noch einmal.

Der Mann soll am vergangenen Donnerstag einem Auto aufgelauert haben, in dem seine Ex-Frau saß. Er schoss auf das Fahrzeug und tötete die 45 Jahre alte Mutter und eine 22-jährige Schwester der Frau. In dem Kugelhagel wurde auch ein 27 Jahre alter Bruder schwer verletzt. Danach flüchtete der Täter zu Fuß. Nach vorläufigen Erkenntnissen soll Rache für die Trennung das Motiv gewesen sein. Die Ex-Frau des mutmaßlichen Täters sowie ein gleichaltriger Mann in dem Wagen blieben unverletzt.

jwi/DPA DPA

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