HOME

Frau belästigt und beleidigt: Aggressive Fußball-Fans schützen Exhibitionisten vor Polizeikontrolle

Am Dortmunder Hauptbahnhof haben rund 180 Gladbach-Anhänger auf dem Rückweg vom Spiel in Hannover verhindert, dass die Bundespolizei die Personalien eines Exhibitionisten aufnimmt. Der Mann hatte sich vor einer jungen Frau entblößt.

Bahnhofsschild Dortmund

Der Vorfall ereignete sich am 24. Februar am Dortmunder Hauptbahnhof (Symbolbild)

DPA

Bereits am vergangenen Samstag haben sich rund 180 Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach gegen Bundespolizisten solidarisiert, die einen 22-Jährigen kontrollieren wollten. Der junge Mann gilt als tatverdächtig, sich vor einer 23-Jährigen entblößt und diese zudem beleidigt zu haben.

Zeugen hatten die Einsatzkräfte am Dortmunder Hauptbahnhof über den Mann informiert, der sich gemeinsam mit insgesamt 450 Gladbach-Anhängern in einem Zug auf dem Heimweg vom Bundesligaspiel in Hannover befand. Während der Fahrt soll der Tatverdächtige einer 23-Jährigen aus Dortmund sein entblößtes Glied gezeigt und diese im Verlauf weiter sexuell belästigt und beleidigt haben.

180 solidarische Fans

Als die Bundespolizisten den Mann daraufhin kontrollieren wollten, wurden sie von den Fans bereits vor Betreten des Zugs verbal bedroht. Einige hätten ihren Drohungen zum Ausdruck verliehen, indem sie sich ihre Schals und Lederhandschuhe anzogen, heißt es. Den Beamten gelang es dennoch, das Abteil zu betreten, wurden durch die Anhänger zunächst jedoch massiv daran gehindert, zum Tatverdächtigen vorzudringen.

Als er letztlich doch aus dem Zug geholt wurde, solidarisierten sich rund 180 Männer mit dem 22-Jährigen und stiegen ebenfalls aus. Eine drohende Eskalation der Situation konnte offenbar auch durch die Kooperation mit einem Fanbeauftragten verhindert und die Personalien des Verdächtigen festgestellt werden.

Demnach handelt es sich bei ihm um einen bereits polizeibekannten Mann, den nun ein Verfahren wegen exhibitionistischer Handlung, sexueller Belästigung und Beleidigung erwartet. Die Ermittlungen dauern an.

Philipp Lahm, Steffi Graf und Co.: Was machen Sportler eigentlich nach ihrem Karriereende?


mod
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.