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Heimtückischer Hinterhalt: Mordkomplott wegen schlechter Noten: Schüler wollten Lehrer töten

In Dortmund wollten Ermittlungen zufolge drei Schüler ihren Lehrer töten. Der Pädagoge witterte jedoch offenbar die Gefahr, das Komplott scheiterte. Nun sucht die Polizei nach Zeugen.

Dortmund Gesamtschule

Die Martin-Luther-King-Gesamtschule im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld. In der Nähe des Schulgeländes befinden sich einige schwer einsehbare Stellen. 

Die Verdächtigen sind 16 bis 18 Jahre alt und Schüler einer Gesamtschule im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld. Der Vorwurf: Am vergangenen Donnerstag, 9. Mai, sollen sie versucht haben, einen Lehrer zu töten. Dazu entwickelten sie einen Plan und lockten den Pädagogen in einen Hinterhalt. Als Tatwaffen waren mitgebrachte Hämmer vorgesehen. Das Motiv: Einer der Teenager fühlte sich von dem Lehrer ungerecht behandelt und benotet. 

Das berichten die lokalen "Ruhr Nachrichten" und das Portal "ntv" unter Berufung auf einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Den Berichten zufolge täuschte einer der Schüler einen Kreislaufkollaps in einem schwer einzusehenden Garagenhof in der Nähe der Schule vor. Die anderen beiden hätten den Pädagogen gezielt abgefangen und zu der Stelle geführt. Den Ermittlern zufolge sah der Plan vor, den Chemie- und Deutschlehrer in diesem Hof mit den mitgebrachten Werkzeugen zu töten. Die Hämmer kamen jedoch nicht zum Einsatz. 

Leher spürte offenbar, dass etwas nicht in Ordnung war

Zwar war der Lehrer den Schülern zu dem vermeintlichen Hilfsbedürftigen gefolgt, den Berichten zufolge hatte er aber offenbar gespürt, dass etwas nicht stimmte. Er rief einen Rettungswagen und verließ den Hof wieder, um auf die Sanitäter zu warten. Den Verschwörern hätte er nicht den Rücken zugedreht. Ob sein Instinkt ihn gerettet habe oder der tödliche Plan aus anderen Gründen nicht umgesetzt wurde, sei noch unklar. Die Mordkommission ermittelt wegen der Verabredung zu einem Verbrechen. Zwei der Schüler sollen geständig sein.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung berichten, wurde die geplante Tat zwei Tage später im Rahmen eines Elternsprechtages bekannt. Am Montag, 13. Mai, informierte die Schule die Polizei. 

Nun sucht die Dortmunder Polizei nach einem Mann, der das Geschehen möglicherweise beobachtet hat. "Der Zeuge soll am Tattag gegen 14 Uhr mit einem Hund an einem Fußweg neben dem Lehrerparkplatz der Martin-Luther-King-Gesamtschule an der Fine Frau in Dortmund-Dorstfeld spazieren gegangen sein", heißt es in der Mitteilung. Er wird gebeten, sich unter Telefon 0231/1327441 an die Polizei Dortmund zu wenden.  

Quellen: Gemeinsame Erklärung Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund, "Ruhr Nachrichten", "ntv"

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