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Familiendrama: Dreifachmord in Villingendorf: Wie zwei Streifenpolizisten die Festnahme gelang

Fünf Tage nach der Bluttat von Villingendorf fasst die Polizei den mutmaßlichen Dreifachmörder. Zu verdanken ist die Festnahme vor allem zwei einfachen Streifenpolizisten und zwei mutigen Zeugen. 

Rottweil: Der mutmaßliche Todesschütze von Villingendorf ist hier gefasst worden.

Blick auf die Spaichinger Straße im Ortsteil Neufra in Rottweil. Der mutmaßliche Todesschütze von Villingendorf ist hier gefasst worden. 

Das lächelnde Gesicht eines Jungen umfasst von einem Paar Hände - die Fotomontage sowie Kerzen, Blumen und Kuscheltiere auf dem Rasenstück vor dem Einfamilienhaus in Villingendorf (Baden-Württemberg) erinnern an den Sechsjährigen, der vor wenigen Tagen allem Anschein nach von seinem Vater abrupt aus dem Leben gerissen wurde. Der Mann ist seit Dienstag gefasst, nicht in Kroatien wie manche es erwartet hatten, sondern in einem zu Rottweil gehörenden Dorf unweit des Tatortes.

Die Flucht des Mannes, der neben seinem Sohn den Lebenspartner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen haben soll, hat in Villingendorf mit seinen rund 3500 Einwohnern eine diffuse Angst ausgelöst. Bürgermeister Karl-Heinz Bucher sagt: "Das zehrte mehr und mehr an den Nerven."

Deshalb seien ihm "ganze Steinbrüche vom Herzen gefallen", als die Polizei ihn am Dienstagnachmittag benachrichtigt hatte: "Wir haben ihn." Eine Verkäuferin in der Bäckerei neben dem Rathaus kann jetzt ebenfalls aufatmen. "Ich hatte schon ein bissle Angst." Der Mann sei ja auf der Flucht noch bewaffnet gewesen. "Und man wusste ja nicht, wo er ist."

Applaus für Fahndungserfolg

Der Rathauschef spricht auch von großer Erleichterung bei der regulären Elternversammlung der örtlichen Grundschule am Dienstagabend. Dort konnte die Polizei die gute Nachricht verkünden. Die mehr als 100 Mütter und Väter hätten den Fahndungserfolg mit lang andauerndem Applaus honoriert.

Der Sechsjährige war gerade in die Schule aufgenommen worden, doch seinen ersten offiziellen Schultag erlebte er nicht mehr. Der Vater setzte der von seiner Ex-Partnerin organisierten privaten Einschulungsfeier am Donnerstagabend vergangener Woche ein blutiges Ende. Der Leitende Oberstaatsanwalt Joachim Dittrich sagte, die Hypothese, dass der Mann seine Exfrau möglicherweise absichtlich nicht tötete, um ihr durch den Verlust des Sohnes lebenslanges Leid zuzufügen, werde geprüft.

Zeugen bekommen womöglich 5000 Euro Belohung

Die Polizei sei über sich hinausgewachsen, meint Bürgermeister Bucher. Nicht Spezialkräfte, sondern zwei Streifenpolizisten fassten den gesuchten Mann nach Hinweisen aus der Bevölkerung in dem Rottweiler Teilort Neufra. In der von Villingendorf nur 13 Kilometer entfernten 1100-Seelen-Gemeinde klickten die Handschellen. Die fünftägige Flucht des international gesuchten Kroaten endete in einer Wohngegend. Kein Tropfen Blut floss mehr, obwohl der 40-Jährige das wohl für die Tat genutzte Gewehr bei sich trug.

Dass die Polizei den völlig durchnässten und erschöpften Mann unter einem Baum stehend fassen konnte, hat sie zwei Hinweisgebern zu verdanken. Einer der beiden verfolgte den Verdächtigen demnach noch mit dem Auto, um den Beamten den genauen Standort melden zu können. Um 16.13 Uhr ging der entscheidende Anruf bei der Polizei ein. Um 16.35 Uhr war die Festnahme bereits erfolgt. Die Staatsanwaltschaft prüft, inwieweit sie die Aufmerksamkeit der beiden mit der ausgesetzten Belohnung von bis zu 5000 Euro honoriert.

Eine Kastanie für den ermordeten Jungen

Ein Ehepaar aus Neufra zeigt sich bestürzt, dass ein mutmaßlicher Todesschütze in ihrem friedlichen Dorf dingfest gemacht wurde. "Für mich war das beängstigend", sagt die Frau mit Blick auf die Waffe. "Man weiß ja nie, wie jemand tickt." Ein anderer Passant wundert sich, dass der Kroate nicht untergetaucht ist. Den eigenen Sohn umbringen - "sowas macht man doch nicht", empört sich der ältere Mann.

An den getöteten Erstklässler und die beiden anderen Opfer soll in Kürze eine Gedenkfeier in der Grundschule erinnern. Dabei soll für den Jungen auch eine Kastanie gepflanzt werden, erzählt Bucher - "nicht nur als Zeichen der Trauer, aber auch der Zuversicht, mit der man diese Trauer bewältigen kann".

ivi/Julia Giertz / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(