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Dreijährige zu Tode misshandelt: Mutter soll kleine Yagmur getötet haben

Nach dem Tod des misshandelten Kleinkinds in Hamburg galt zunächst der Vater als tatverdächtig. Doch jetzt wurde überraschend Mordanklage gegen die Mutter erhoben. Sie soll "grausam" gehandelt haben.

Im Fall der getöteten Yagmur aus Hamburg gibt es eine Wende: Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Mordanklage gegen die Mutter des Kleinkindes erhoben. Dem Vater wird Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen vorgeworfen.

"Der Tatverdacht hat sich umgekehrt", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die 27 Jahre alte Mutter bestreitet die Tat. Der Vater will von Misshandlungen nichts bemerkt haben. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Mutter handelte "grausam"

Die Dreijährige war am 18. Dezember an den Folgen eines Leberrisses gestorben. Ursprünglich war dem Vater Totschlag vorgeworfen worden. Er ist wegen Körperverletzung, Diebstahls und Drogendelikten polizeibekannt. Der Haftbefehl gegen die Mutter lautete auf Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen. Doch am Ende der Ermittlungen sah die Anklagebehörde bei der Mutter das Mordmerkmal der Grausamkeit erfüllt.

Yagmur wurde seit ihrer Geburt von mehreren Jugendämtern betreut. Doch frühere Hinweise auf Misshandlungen übersahen die zuständigen Mitarbeiter oder interpretierten sie falsch. Ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft will die Fehler der Behörden aufdecken.

kis/DPA / DPA