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Drogenboss in Mexiko verhaftet: Polizei gelingt Schlag gegen Rauschgiftmafia

Großer Erfolg für die mexikanische Polizei: Die Beamten haben Gregorio Sauceda Gamboa verhaftet, einen der 24 meistgesuchten Drogenbosse des Landes.

Die mexikanische Polizei hat einen der meistgesuchten Drogenbosse des Landes festgenommen. Gregorio Sauceda Gamboa, der Chef der berüchtigten Zeta-Bande, wurde in der Stadt Matamoros an der Grenze zu Texas verhaftet, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Er stand auf der Liste von insgesamt 24 Drogenbossen, auf deren Ergreifung Belohnungen von jeweils bis zu 2,1 Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro) ausgesetzt sind.

Den blutigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden in Mexiko sind seit 2006 schon rund 10.650 Menschen zum Oper gefallen. Der 44-jährige Sauceda Gamboa war früher Polizeiermittler und wesentlich an der Gründung des sogenannten Golf-Kartells 1996 beteiligt, wie die mexikanische Bundespolizei mitteilte. Es sei in Konkurrenz zum rivalisierenden Pazifik-Kartell gegründet worden. Vor seiner Verhaftung habe es Hinweise aus Geheimdienstkreisen und Tipps gegeben. Bei Sauceda Gamboa wurden mehrere Schusswaffen und mehr als 4500 Schuss Munition gefunden. Mit ihm seien noch eine Frau, vermutlich seine Ehefrau, und ein Mann festgenommen worden, hieß es.

Sauceda Gamboa half dem Golf-Kartell nach Polizeiangaben, jeden Monat durchschnittlich zehn Tonnen Kokain und 30 Tonnen Marihuana über die Grenze in die USA zu schaffen. Sein Einfluss sei in jüngster Zeit aber zurückgegangen. Die Zeta-Bande gilt als besonders gewalttätig. Sie ist an der mexikanischen Golfküste aktiv und soll für viele der mehr als 10.650 Toten in den letzten drei Jahren verantwortlich sein.

AP / AP
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