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Drogenboss Montemayor gefasst Urlauber "aus Versehen" verschleppt und getötet


Nach dem Fund eines Massengrabes mit den Leichen einer Touristengruppe in Mexiko hat ein Tatverdächtiger den Mord gestanden. Der Mann habe angegeben, die 20 Touristen "aus Versehen" getötet zu haben.

Nach dem Fund eines Massengrabes mit den Leichen einer Touristengruppe in Mexiko hat ein Tatverdächtiger den Mord gestanden. Der Mann habe angegeben, die 20 Touristen "aus Versehen" getötet zu haben, teilte die mexikanische Bundespolizei am Mittwoch mit. 18 der 20 Touristen waren Anfang November in der Nähe des Badeortes Acapulco im Süden des Landes tot aufgefunden worden.

Nach Angaben des für den Antidrogenkampf zuständigen Polizeichefs Ramón Pequeños handelt es sich bei dem Verdächtigen um Carlos Montemayor, den Schwiegervater des in den USA geborenen Drogenbarons Edgar Valdez alias "La Barbie", der Ende August gefasst worden war. "La Barbie" war einer der meist gesuchten Drogenbosse in den USA und Mexiko. Seit Valdez' Festnahme habe der 38-jährige Montemayor dessen "Unabhängiges Kartell von Acapulco" geführt.

Montemayor war am Dienstagabend gemeinsam mit zwei weiteren Tatverdächtigen festgenommen worden. Dies sei durch den Austausch von Informationen mit der US-Drogenbekämpfungsbehörde gelungen, sagte Pequeños. Montemayor habe den Mord an den Touristen damit begründet, dass er sie für die Mitglieder eines rivalisierenden Kartells gehalten habe.

Eine bewaffnete Bande hatte am 30. September die einheimische Touristengruppe verschleppt. Der Bundesstaat Michoacán, aus dem die Gruppe kam, gilt als Hochburg des mächtigen Drogenkartells "La Familia". Auch Acapulco war in den vergangenen Monaten wiederholt Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden mexikanischen Drogenbanden. Immer wieder werden in Mexiko Massengräber entdeckt, in denen Opfer des blutigen Drogenkrieges verscharrt werden. Seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón Ende 2006 sind bei dem Drogenkrieg in Mexiko bereits mehr als 28.000 Menschen ums Leben gekommen.

AFP AFP

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