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Drogenfund in Kolumbien: Polizei stellt sieben Tonnen Kokain für Rotterdam sicher

In einer kolumbianischen Hafenstadt hat die Polizei sieben Tonnen Kokain sichergestellt, die nach Europa geschmuggelt werden sollten. Die Drogen waren zwischen Fruchtfleisch versteckt.

Im Hafen von Cartagena in Kolumbien sind sieben Tonnen Kokain beschlagnahmt worden. Der Fund entspricht mehr als zwei Prozent dessen, was laut Schätzungen jedes Jahr insgesamt an Kokain in Kolumbien produziert wird. Die Drogenlieferung sei für Rotterdam in den Niederlanden bestimmt gewesen, sagte Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón. Alles sei schon fest auf dem Schiff verstaut gewesen, erläuterte der Minister.

Laut örtlichen Medienberichten war das Kokain in einem Container mit Fruchtfleisch untergebracht. Über Festnahmen wurde nichts bekannt. Kolumbien gilt neben Peru als größter Produzent der Droge. Allerdings kann der größte Teil des Kokains, das in Europa sichergestellt wird, kolumbianischen Drogenbossen zugeschrieben werden, heißt es in einem Bericht des UNODC, der Abteilung für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen. Laut einer anderen Schätzung der UN wurden in Kolumbien 2012 mehr als 300 Tonnen Kokain produziert.

ono/AFP / AFP