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Drogenkrieg in Mexiko: Zwölf Polizisten gefoltert und getötet

Unvorstellbare Brutalität: In Mexiko sind die Leichen von zwölf Polizisten an einer Autobahnausfahrt gefunden worden. Die Ermittler vermuten, dass sie Opfer des Drogenkrieges wurden und sich ein Rauschgiftkartell rächen wollte. Die Beamten wurden offenbar gefoltert und dann hingerichtet.

Im Drogenkrieg in Mexiko sind zwölf Bundespolizisten grausam getötet worden. Die Beamten hätten in der Region ermittelt und seien dann in einen Hinterhalt geraten, sagte ein Sprecher des Ministeriums für öffentliche Sicherheit am Dienstag. Die elf Männer und eine Frau wurden nach Angaben der Polizei offenbar gefoltert, bevor sie hingerichtet wurden.

Die Körper waren an einer Autobahnausfahrt nahe der Stadt La Huacana im westmexikanischen Bundestaat Michoacán von Unbekannten abgelegt worden. Alle seien mit einem Genickschuss getötet worden, teilten die Ermittler mit. Die Toten waren am Montag entdeckt worden.

Die mexikanischen Behörden schrieben die Tat dem Rauschgiftkartell "La Familia" zu. Nach der Inhaftierung eines führenden Mitglieds des Kartells hatten am Wochenende Mitglieder der Bande in Michoacán acht Wachen der Bundespolizei mit großkalibrigen Waffen und Granaten angegriffen. Dabei wurden drei Polizisten und ein Angreifer getötet.

Seit 2006 führt die Regierung mit 36.000 Polizisten und Soldaten eine Offensive gegen die Drogenkartelle im Land, die um die Kontrolle über die lukrativen Drogen-Schmuggelrouten in die USA kämpfen. Allein seit vergangenem Jahr wurden in dem Drogenkrieg mehr als 7700 Menschen getötet.

DPA/AFP/AP / AP / DPA