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Drohobjekt Doktorarbeit: Banker zeigt Plagiats-Erpresser an

Ein Bankangestellter hat einem bessergestellten Kollegen damit gedroht, angebliche Fehler in dessen Doktorarbeit im Web bloßzustellen. Es sei denn, er verschaffe ihm einen gutbezahlten Job.

Erpressungsversuch unter Bankern: In Frankfurt soll ein Mann probiert haben, einen hoch dotierten Job bei einer Großbank zu bekommen, indem er einem Manager mit der öffentlichen Bloßstellung von dessen Doktorarbeit drohte. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte den entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung.

Die beiden Männer kannten sich aus der Bank, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Der Erpresste sei dort "im gehobenen Management" tätig, der Beschuldigte habe früher unter ihm gearbeitet. Mitte Januar trafen sich die beiden in einem Café, in dem der frühere Mitarbeiter den Manager mit dem Vorwurf konfrontierte, seine Doktorarbeit enthalte Fehler. Er arbeite für eine bekannte Enthüllungsplattform im Internet und werde die Arbeit ins Netz stellen.

Der Manager könne das jedoch abwenden, wenn er ihm dafür eine gut dotierte Festanstellung bei der Großbank vermittle. Statt dem Top-Job besorgte das Opfer dem Erpresser jedoch Ärger mit der Polizei - er zeigte ihn an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Nötigung. Der Beschuldigte schweigt bisher.

Ob die Doktorarbeit Fehler enthalte oder nicht, sei für die Ermittlungen unerheblich, stellte die Staatsanwaltschaft klar.

fw/DPA / DPA