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Düsseldorf: Familienvater richtet Blutbad an

Drei Tatorte, zwei Tote, fünf Verletzte: Dies ist traurige die Bilanz des Rachefeldzugs eines 48-Jährigen im Raum Düsseldorf. Inzwischen ist der Täter gefasst. Die Chronologie des Tathergangs.

Ernste Lage: Einsatzkräfte der Polizei stürmen mit erhobenen Waffen aus einem Gebäude in Erkrath.

Ernste Lage: Einsatzkräfte der Polizei stürmen mit erhobenen Waffen aus einem Gebäude in Erkrath.

Scharfschützen nehmen auf Dächern Stellung, Spezialeinheiten durchkämmen Wohnblöcke und Gewerbegebiete. Ein bewaffneter Mann wütet am Freitag im Raum Düsseldorf in zwei Anwaltskanzleien. Er tötet zwei Frauen und verletzt fünf Menschen, legt in beiden Kanzleien Feuer. In einem Rechtsstreit - vermutlich ging es um seine Scheidung - hatte der Vater zweier Kinder sich von den Anwälten schlecht vertreten gefühlt. Eine Autostunde entfernt in Goch am Niederrhein wird er schließlich festgenommen - und gesteht die Taten, wie die Ermittler berichten.

Täter lässt sich nicht aufhalten

Düsseldorf, 11.30 Uhr: In einem Bürokomplex, in dem auch das Straßenverkehrsamt sitzt, fallen Schüsse und ein Feuer bricht aus. Spezialeinsatzkommandos rasen durch die Landeshauptstadt. Die Kanzlei eines bekannten Düsseldorfer Anwalts, gelegen in einem Gewerbegebiet, der sogenannten Automeile, ist der erste Tatort.

Eine Kanzleimitarbeiterin stirbt - sie wird von den Flammen derart entstellt, dass sie auch Stunden später noch nicht identifiziert ist. Ein 51-jähriger Mann wird schwer verletzt. Ein 64-jähriger erleidet leichte Verletzungen, als er versucht, den Täter zu stoppen.

Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Täter noch in der Nähe ist, wird die Gegend durchkämmt, postieren sich Scharfschützen auf den Dächern, werden verschlossene Türen mit Rammen aufgesprengt.

Polizei in höchster Alarmbereitschaft

Doch während die Polizei noch dabei ist, die Lage in Düsseldorf zu sondieren, wird gegen 12.30 Uhr kaum zehn Kilometer entfernt in Erkrath ein weiteres Verbrechen bekannt. Zunächst wird wiederum ein Feuer in einer Anwaltskanzlei gemeldet - doch rasch ist klar, dass es dort ebenfalls nicht nur gebrannt hat. Eine tote Rechtsanwaltsgehilfin, 50, und ein lebensgefährlich verletzter Anwalt, 31, werden geborgen.

Die Kanzlei liegt in einem Wohngebiet, in direkter Nähe sind Geschäfte und ein Kindergarten. Sie ist je nach Verkehrslage zwischen 15 und 30 Autominuten vom ersten Tatort entfernt. Die Fassade der Kanzlei ist verrußt, Hitze und Flammen haben Fensterscheiben herausgesprengt.

Die Polizei hat mittlerweile die höchste Alarmstufe ausgelöst: Eine "Besondere Aufbauorganisation" mobilisiert Hunderte Beamte. Hubschrauber kreisen über den Tatorten. In Erkrath werden umfassende Polizeieinsätze ausgelöst, weil Bürger die Polizei auf falsche Fährten führen - manche absichtlich.

Ermittler kommen Täter auf die Spur

Den Ermittlern gelingt es, die Verbindung zwischen den Fällen in Düsseldorf und Erkrath herzustellen: Yauquing T. ,48, war mit seiner Anwältin in der Düsseldorfer Kanzlei unzufrieden und an die Erkrather Kanzlei verwiesen worden. Die Düsseldorfer Advokatin, 54, hatte er sogar wegen Betruges angezeigt, doch das Verfahren war eingestellt worden.

Spezialkräfte observieren nun in Düsseldorf den Kindergarten, aus dem der Verdächtige häufig eines seiner beiden Kinder abholt. Sie dringen in seine Wohnung ein. Dort stoßen sie auf seine Frau und sein zweites Kind, doch der 48-Jährige bleibt verschwunden.

In Pizzeria überwältigt

Weit entfernt in Goch am Niederrhein, eine Autostunde entfernt, dringt unterdessen ein Mann in eine Pizzeria ein. Es kommt zu einem Gerangel, zwei Frauen werden von einem Schuss aus einer Gaswaffe leicht verletzt. Pizzeria-Mitarbeiter können den Eindringling überwältigen. Nach der Aufnahme seiner Personalien wird klar, dass es sich um den gesuchten Düsseldorfer handelt. Bei ihm werden Schusswaffen und mehrere Messer sichergestellt.

mod/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.