Duisburg 40 Mafiosi wegen Bluttat festgenommen


In Italien sind im Zusammenhang mit den Mafia-Morden von Duisburg 40 Verdächtige festgenommen worden. Nach Polizeiangaben handelt es sich um mutmaßliche Mitglieder der Mafia-Organisation ’Ndrangheta.

Rund zwei Wochen nach den Mafiamorden von Duisburg haben Polizei und Carabinieri in Süditalien 40 mutmaßliche Mitglieder der 'Ndrangheta festgenommen. Sie alle sollen in Zusammenhang mit der Familienfehde in dem Ort San Luca in Kalabrien stehen, die der Auslöser für die Bluttat mit sechs Toten in Deutschland gewesen sein könnte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Jedoch sei keiner der für die Duisburger Mafiamorde verantwortlich gemachten Täter unter den Festgenommenen, hieß es. Den Festgenommenen werde unter anderem Mord, Waffenschmuggel und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Ein Sprecher der Duisburger Polizei bestätigte mehrere Durchsuchungsaktionen der italienischen Polizei in San Luca und Umgebung. Zu Einzelheiten wollte er jedoch keine Stellung nehmen. Bereits in der vergangenen Woche hatte es im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach dem Mord an sechs Italienern groß angelegte Durchsuchungsaktionen in zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen und in angrenzenden Bundesländern gegeben.

In San Luca sind Ansa zufolge auch die Brüder von zwei der Opfer inhaftiert worden. Außerdem wurden die mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für die Ermordung von Maria Strangio gefasst, der Ehefrau des Clan-Chefs Giovanni Nirta. Sie war im vergangenen Dezember ermordet worden. Rache für diesen Mord könnte nach Meinung der Behörden das Motiv für die Duisburger Tat gewesen sein.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker