Duisburger Mafia-Morde Polizei will nun international fahnden


Wer hat die brutalen Morde von Duisburg begangen? Und wo sind die Killer, die in der Mafia Fehde jener zwei Clans aus dem kalabrischen San Luca, als Vollstrecker aufgetreten sind. Die Polizei will einen vermeintlichen Täter nun international suchen.

Die Polizei will die Fahndung nach dem mutmaßlichen Drahtzieher der Duisburger Mafiamorde ausweiten und ihn mit einem internationalen Haftbefehl suchen. Dieser sei beantragt, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Bluttat in Duisburg waren in der Nacht zum 15. August vor dem italienischen Restaurant "Da Bruno" sechs Italiener im Alter zwischen 16 und 38 Jahren erschossen worden. Schon in der vergangenen Woche war der gebürtige Italiener Giovanni Strangio aus dem rheinischen Kaarst ins Visier der Ermittler geraten. Sie waren zunächst davon ausgegangen, dass der 28-Jährige nach seiner Flucht bei den Bossen des Mafiaclans Nirta-Strangio in Kalabrien Schutz gesucht hat.

Der 28-Jährige soll ein Verwandter von Maria Stangio, der Ehefrau eines mutmaßlichen Mafia-Clan-Chefs, sein. Sie war im vergangenen Dezember in San Luca bei einer seit langem dauernden Fehde zweier Mafia-Familien getötet worden. Die Sechsfachmorde von Duisburg waren nach Polizeierkenntnissen ein Racheakt für den Mord an Maria Strangio.

Verstärkte Kontrollen

In Italien und Deutschland wird Giovanni Strangio auch mit eigenen Haftbefehlen gesucht. Polizei und italienische Carabinieri hatten in den vergangenen Tagen ihre Kontrollen in der 'Ndrangheta-Hochburg San Luca verstärkt. Bei einem Großeinsatz gegen die kalabrische Mafia waren 32 mutmaßliche Mafiosi festgenommen worden, darunter auch mehrere Frauen.

DPA DPA

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