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Haft für Brandattacke auf Ehefrau: "Es ist egal, wie lange er ins Gefängnis muss, ich bin gezeichnet"

Ein Mann attackiert seine Ehefrau mit einer Machete, würgt sie und zündet sie an. Vor dem Landgericht Darmstadt bezeichnet der Richter die Tat als fürchterlich, höllisch und grausam. Und fällt ein hartes Urteil.

Justizia auf dem Landgericht Darmstadt - Eine Mann, der seine Frau angezündet hat, muss lange ins Gefängnis

Justizia auf dem Gebäude des Landgerichts Darmstadt. Dort wurde ein Mann, der seine Ehefrau angezündet hat, zu mehr als 14 Jahren Haft verurteilt.

Als sich seine Ehefrau von ihm trennen will, sieht der 41 Jahre alte Mann rot. Im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung in Rüsselsheim schlägt er mit einer Machete auf sie ein, würgt sie bis zur Bewusstlosigkeit, übergießt sie mit Benzin und zündet sie an.

Für diese brutale Attacke wurde der Mann am Mittwoch vom Landgericht Darmstadt wegen schwerer Körperverletzung und besonders schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Sein brennendes Opfer doch noch gelöscht

"Der Angeklagte hat den Zugriff auf seine Frau verloren. Daraus hat er für sich die Konsequenzen gezogen, dass er alles unternehmen muss, um sie zurückzugewinnen", sagte der Vorsitzende Richter Volker Wagner in seiner Urteilsbegründung. Damit habe er sich in eine Sackgasse manövriert, aus der er nicht mehr hinausgekommen sei. 

Als das Opfer nach der Würgeattacke wieder zu sich gekommen sei, habe er sie mit Benzin übergossen und angezündet. Der Mann habe die Schlafzimmertür von außen zugehalten, dann aber die am ganzen Körper brennende Frau doch noch gelöscht.

53 Tage im Koma, 24 Operationen

Das Opfer überlebte den Angriff knapp. Die 39-Jährige sitzt heute in einem Rollstuhl, den Prozess hat sie als Nebenklägerin verfolgt. Ihr Körper ist von den schweren Verbrennungen gezeichnet - am Kopf, im Gesicht, an den Armen, an den Händen. Nach der Attacke lag sie 53 Tage im Koma und musste mindestens 24 Mal operiert werden.

Schmerzfrei leben kann sie vermutlich nicht mehr, das wurde während des Prozesses deutlich. "Die Folgen Ihrer Tat sind fürchterlich. Sie haben ihre Frau so zugerichtet, weil sie es nicht haben konnten, dass sich Ihre Frau von Ihnen trennt", sagte Wagner in Richtung des Verurteilten.

Die Frau verfolgte die Urteilsverkündung. Danach sagte sie: "Im Endeffekt ist es egal, wie lange er ins Gefängnis muss, ich bin gekennzeichnet. Trotzdem bin ich stark, auch wenn man es mir nicht mehr ansieht."

Angeklagter weist alle Vorwürfe zurück

Mit dem Urteil näherte sich das Gericht der Forderung der Anklage an, die in ihrem Schlussplädoyer die Höchststrafe von 15 Jahren gefordert hatte. Staatsanwalt Nico Kalb ist mit dem Urteil zufrieden: "Unsere Aufgabe ist es, Täter wie diesen nachhaltig zu stoppen. Das Gericht ist dem gefolgt." Die Verteidigung, die einen Freispruch forderte, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Während der Verhandlung leugnete der Angeklagte die Vorwürfe. Über seinen Anwalt ließ er eine Version mitteilen, die ganz anders klang als die Anklage: Seine Frau sei drogenabhängig gewesen. Den Brand habe sie selbst verursacht, das Feuer habe sich unkontrolliert ausgebreitet - es sei ein Unfall, den sie ausgelöst habe.

"Es liegt an Ihnen, zu den Folgen der Tat zu stehen"

Richter Wagner gab dem Verurteilten zum Abschluss des Prozesses noch einen Rat: "Wenn Sie noch ein klein wenig Respekt haben, sollten Sie sich - auch für Ihr zukünftiges Leben - überlegen, ob Sie sich Ihre eigene Schuld nicht eingestehen. Es liegt an Ihnen, zu den Folgen Ihrer Tat zu stehen."


dho/Julian Weber / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.