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Ein Jahr nach Ferguson: Weißer Polizist erschießt unbewaffneten Schwarzen

Ein Jahr nach den Krawallen in der US-Kleinstadt Ferguson, werden die USA wieder mit einem Fall von Polizeigewalt konfrontiert, der erschüttert an den Tod des schwarzen Michael Brown erinnert.

Wieder soll ein weißer Polizist schuld am Tod eines unbewaffneten Schwarzen sein

Wieder soll ein weißer Polizist schuld am Tod eines unbewaffneten Schwarzen sein

In den USA ist erneut ein unbewaffneter Schwarzer von einem weißen Polizisten erschossen worden. Bei dem Toten handele es sich um einen 19-jährige Studenten, teilte die Polizei in Arlington im US-Bundesstaat Texas am Samstag mit. Er sei mit einem Auto in das Schaufenster eines Autohändlers gefahren. Nach Eintreffen der Polizei sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der Schüsse gefallen seien. Der Tote sei unbewaffnet gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Der Vorfall werde untersucht. Wie das gerichtsmedizinische Institut bekanntgab, hatte der Tote Schusswunden am Hals, im Brustkorb und im Bauch.

Nachdem in den vergangenen Monaten vor allem unbewaffnete Schwarze von Polizisten erschossen wurden, ist in den USA eine Debatte um übermäßige Gewaltanwendung im Dienst entbrannt. Es kam auch immer wieder zu Unruhen. Auslöser waren die tödlichen Polizeischüsse auf einen schwarzen Jugendlichen in der US-Kleinstadt Ferguson vor genau einem Jahr. An ihn soll mit einer Reihe von Veranstaltungen gedacht werden. Am Sonntag ist eine Schweigeminute geplant.

ono / Reuters
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