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Ein Jahr nach Horror-Unfall in Hamburg-Eppendorf Todesfahrer bittet Angehörige um Verzeihung


Sieben Verhandlungstage hat der Todesfahrer von Hamburg-Eppendorf geschwiegen. Jetzt sagt er aus und bittet die Angehörigen der Unfallopfer um Verzeihung.

Der Todesfahrer von Hamburg-Eppendorf hat erstmals vor Gericht sein Schweigen gebrochen und die Angehörigen der Unfallopfer um Verzeihung gebeten. "Es tut mir unsagbar leid", sagte er am Montag im Hamburger Landgericht. Er richtete sich vor allem an die drei Söhne des Schauspielers Dietmar Mues, die vor Gericht als Nebenkläger auftreten.

"Ich bitte um Verzeihung, könnte mir an Ihrer Stelle aber nicht verzeihen", sagte der Angeklagte. Bei dem Horror-Crash im März 2011 auf einer großen Kreuzung im Stadtteil Eppendorf waren vier Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen der Sozialforscher Günter Amendt und der Schauspieler Dietmar Mues.

Der Angeklagte räumte zwar ein, in der Vergangenheit epileptische Anfälle gehabt zu haben, bezeichnete sich auf Nachfrage des Gerichts aber selbst nicht als Epileptiker. Das tragische Ereignis sei für ihn aus heiterem Himmel gekommen. Sieben Verhandlungstage lang hatte der 40-Jährige geschwiegen. "Ich habe Ewigkeiten nach Worten gesucht", sagte er an die Hinterbliebenen gewandt.

kgi/DPA DPA

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