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Bruch während der Beerdigung: Traueranzeige führt Einbrecher zum Ziel

Wer einen geliebten Menschen verloren hat, denkt wohl nicht daran, dass seine Trauer von Kriminellen ausgenutzt wird. In Baden-Württemberg studierten Einbrecher aufmerksam die Zeitung - und stießen auf eine Traueranzeige.

Die Rubrik "Traueranzeigen und Nachrufe" in einer Zeitung

Die Rubrik "Traueranzeigen und Nachrufe" in einer Zeitung - eine Informationsquelle für Einbrecher.

Wie gehen Einbrecher vor bei der Planung eines neuen „Bruchs“? Schauen Sie, ob der Briefkasten überquillt und schließen daraus, dass die Bewohner nicht zu Hause sind? Oder halten sie nach vertrockneten Blumen Ausschau – ebenfalls ein Indiz für eine längere Abwesenheit der Hausbesitzer. In einem Fall, der sich diese Woche im baden-württembergischen Ettenheim zugetragen hat, lasen die Kriminellen einfach mal Zeitung.

Eine Traueranzeige im örtlichen Blatt lieferte ihnen genügend Informationen, um in ein Haus einzubrechen. Beerdigungstermin und die Adresse der Trauernden – mehr benötigten die Diebe nicht, um sicherzugehen, dass sie am Donnerstag ab 14 Uhr ungestört in das Haus einsteigen konnten, wie im Polizeibericht zu lesen ist.

Einbrecher klauten sogar die Kondolenzpost

Als die Bewohner von dem Begräbnis zurückkehrten, dürfte der Schock erheblich gewesen sein. Die Täter hatten laut Polizei sämtliche Wohnräume durchsucht, Sachen auf den Boden geworfen und Bargeld und Schmuck mitgenommen. Außerdem klauten sie die gesamte an die Trauerfamilie gerichtete Kondolenzpost. Was die Kriminellen nun daraus lesen wollen, ist unklar.

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