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Frostiger Unterschlupf: Einbrecher versteckt sich in Schneehaufen vor Polizei

Dumm gelaufen: In NRW ging der Polizei ein mutmaßlicher Einbrecher ins Netz, obwohl dieser dem Zugriff kreativ zu entgehen versuchte. Auch in Bremen und Freiburg half Schnee den Beamten bei der Täterermittlung.

Einbrecher versteckt sich in Schneehaufen vor Polizei (Symbolbild)

Immer wieder wird Einbrechern im Winter der Schnee zum Verhängnis (Symbolbild)

Die Idee war nicht schlecht, die Umsetzung offensichtlich ausbaufähig: Im nordrhein-westfälischen Meinerzhagen hat ein mutmaßlicher Einbrecher versucht, dem Zugriff durch die Polizei zu entgehen, indem er sich in einem Schneehaufen versteckte. Fast wäre sein Plan aufgegangen. Erst "nach genauem Hinsehen" hätten die Beamten einer Funkstreife den Verdächtigen entdeckt, teilte die Polizei am Montag mit.

Der Mann und ein Begleiter waren den Polizisten zuvor an einem Auto in der Nähe des örtlichen Gemeindehauses aufgefallen. Als die Beamten bei dem Einsatz in der Nacht zum Samstag ihren Dienstwagen abgestellt hatten, trafen sie nur noch einen der beiden Männer an - der andere hatte in der Zwischenzeit versucht, sich in dem Schneehaufen zu verstecken.

In einem Auto entdeckten die Polizisten Einbruchswerkzeug und Kupferrohre, die kurz zuvor an dem Gemeindehaus abmontiert worden waren. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen versuchten Diebstahls auf.


Einbrecher hinterlassen Spuren im Schnee

Auch in Bremen und Freiburg wurde Schnee beziehungsweise die darin hinterlassenen Spuren Einbrechern zum Verhängnis. So versuchten in der Hansestadt gleich mehrere Kriminelle, in der Nacht zu Montag in Häuser einzudringen. Zweimal wurden die Täter dabei von Anwohnern überrascht, konnten aber fliehen, wie die Polizei schrieb. Einer der Einbrecher kam aber nicht weit: Die Beamten mussten nur seinen Fußabdrücken im Schnee folgen, bis sie den Verdächtigen in der Nachbarschaft festnehmen konnten.

In Freiburg versuchte ein Duo bereits am frühen Sonntagmorgen, in ein Lottogeschäft einzubrechen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zeugen beobachteten die beiden, die Männer flohen. Die Polizei folgte dann auf den verschneiten Straßen nur den Schuhspuren. Die mutmaßlichen Einbrecher, ein 19- und ein 15-Jähriger, wurden festgenommen. Sie waren der Polizei bereits bekannt.

Spuren im Schnee sind Ermittlern immer mal wieder eine Hilfe. Am Wochenende hatten sie beispielsweise auch einen mutmaßlichen Brandstifter in Ulm überführt sowie mutmaßliche Randalierer in München und einen Verdächtigen nach einer Fahrerflucht in Pirmasens.


mod / DPA