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Einbrecher-Tricks Achtung, so werden Sie von Einbrechern gelinkt!


Kreidestriche an der Hausmauer, Plastikstreifen an der Tür: Mit altbekannten und immer neuen Tricks spähen Diebe ihr begehrtes Einbruchsobjekt aus. Darauf sollten Hausbesitzer und Mieter achten.

Wer mit Kreide aufgemalte Striche und Zeichen an Gartenzaun, Hausmauer oder Briefkasten entdeckt, sollte die Polizei benachrichtigen: Unter Umständen handelt es sich dabei um sogenannte "Gaunerzinken", mit denen sich organisierte Einbrecher darüber verständigen, wann die Einbruchszeit am besten ist und ob es etwas zu holen gibt.

Ende Juli warnte die Polizei Essen über Facebook vor den Zeichen. Aktuell berichtet die "BILD-Zeitung" von Einbruchsopfern in Sachsen, bei denen Täter über die Kreidestriche miteinander kommunizierten. So berichtet ein Rentner: "Bei uns wurde schon eingebrochen, seitdem sind wir vorsichtig. Aber mehr als das Geschmiere wegwischen, kann ich ja nicht." Doch der Dresdener Polizeisprecher Marko Laske beruhigt. Häufig handle es sich bei den Zeichen um Haustür-Geschäfte, "echte" Einbrecher würden seltener Zeichen hinterlassen und ernst zu nehmende Meldungen habe es seit mehreren Jahren nicht mehr gegeben.

Allerdings haben sich die Einbruchsbanden neue Tricks ausgedacht. So werden transparente Plastikstreifen mit einer Länge von wenigen Zentimetern von den Tätern zwischen Tür und Türrahmen gesteckt. Wird die Tür mehrere Tage nicht geöffnet, bleibt das Kunststoffstück stecken und die Einbrecher erkennen, dass die Bewohner offenbar gerade im Urlaub sind. Gerade zur Ferienzeit empfiehlt die Polizei daher, dass sich Nachbarn oder Freunde in der Zeit der eigenen Abwesenheit regelmäßig um Wohnung oder Haus kümmern und auf solche Plastikklemmen achten sollen.

jho

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