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Großbritannien Zu 22-mal lebenslänglich verurteilter Pädophiler in Gefängniszelle erstochen

Der 33-Jährige gestand, zwischen 2006 und 2014 in 71 Fällen Kinder zwischen sechs Monaten und zwölf Jahren missbraucht zu haben
Der 33-Jährige gestand, zwischen 2006 und 2014 in 71 Fällen Kinder zwischen sechs Monaten und zwölf Jahren missbraucht zu haben. Die Behörden gehen von bis zu 200 Opfern aus.
© Archiv
Ein verurteilter Pädophiler, der bis zu 200 Kinder in Südostasien missbraucht haben soll, ist in England tot in seiner Zelle gefunden worden. Laut britischen Medien wurde der 33-Jährige mit einem improvisierten Messer getötet.

Ein verurteilter Pädophiler ist tot in seiner Zelle in einem Gefängnis in Nordengland aufgefunden worden. Wie die Behörden am Montag mitteilten, starb der 33-jährige Brite am Vortag in Haft. Nach Berichten der Zeitung "The Sun" und der BBC soll der Mann mit einem selbst fabrizierten Messer erstochen worden sein. Ein Sprecher des Gefängnisses machte keine Angaben zur Todesursache und verwies auf die laufenden Polizeiermittlungen.

Der Brite war 2016 wegen sexueller Übergriffe und Vergewaltigung von Kindern in 71 Fällen von einem Londoner Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein jüngstes Opfer soll sechs Monate alt gewesen sein. Er hatte seinen Opfern in einem armen Stadtteil von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur aufgelauert, als er dort von 2006 bis 2014 Freiwilligenarbeit leistete.

20.000 Missbrauchsbilder auf Computer

Als der Mann zu Weihnachten 2014 nach Großbritannien reiste, nahm ihn die britische Polizei fest. Die Behörden fanden belastendes Material auf seinem Computer und einer Kamera, darunter 20.000 Bilder von sexuellem Missbrauch von Kindern, die er auch auf einer Pädophilen-Webseite verbreitet hatte. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann in seiner Zeit in Malaysia noch wesentlich mehr Taten begangen hat, die ihm jedoch nicht nachgewiesen werden konnten.

fin AFP

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