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Entführter Bus auf den Philippinen Polizei erschießt Geiselnehmer


Blutiges Ende der Geiselnahme in Manila. Der Kidnapper, der in einem Bus zuletzt noch 15 Menschen in seiner Gewalt hatte, ist tot. Auch zahlreiche Geiseln sind nicht mehr am Leben. Die Polizei hatte das Fahrzeug nach einem stundenlangen Verhandlungsmarathon schließlich gestürmt.

Das Geiseldrama in der philippinischen Hauptstadt Manila ist blutig zu Ende gegangen. Der Kidnapper wurde von der Polizei erschossen. Auch acht Geiseln sind laut Angaben von Präsident Benigno Aquino ums Leben gekommen. Rund um die Welt übertragene Fernsehbilder hatten über Stunden hinweg die vergeblichen Versuche von Spezialkräften gezeigt, in den Bus zu gelangen.

Zu sehen war, wie am Abend bei strömendem Regen Menschen aus dem Bus stiegen oder getragen wurden, etliche Rettungswagen fuhren heran. Zuvor hatte es mehrere Schusssalven gegeben, die Bilder zeigten zudem Rauchschwaden im Bus - möglicherweise von einer Gaspatrone.

Der Fahrer war vor dem Eingreifen der Spezialkräfte vom Bus weggerannt und hatte nach Polizeiangaben berichtet, der Geiselnehmer habe auf seine Gefangenen geschossen.

Kidnapper war aus Polizeidienst entlassen worden

Nachdem stundenlange Verhandlungen ergebnislos geblieben waren, hatte sich sich die Lage immer mehr zugespitzt. Der Ex-Polizist gab schließlich an, aus Wut zwei der Touristen erschossen zu haben. Daraufhin versuchten die Spezialkräfte, in den Bus zu gelangen - unter anderem, indem sie mit Hämmern und Äxten auf eine Tür und die Fenster des Busses einhieben.

Das Geiseldrama hatte am Morgen begonnen, als der mit einem M16-Sturmgewehr bewaffnete Mann die 25 Menschen in dem Bus in seine Gewalt brachte - vier Philippiner sowie 20 Touristen und einen Reiseleiter aus Hongkong.

Der Täter hatte den Busfahrer nach Polizeiangaben um eine Mitfahrgelegenheit gebeten und dann erklärt, er nehme die Passagiere als Geiseln. Medienberichten zufolge war der damalige Polizist 2008 gemeinsam mit vier weiteren Beamten wegen Erpressung angeklagt worden. Ein Hotelmanager hatte die Polizisten angezeigt

Der Mann sei im Januar schließlich wegen schweren Fehlverhaltens aus dem Polizeidienst entlassen worden, sagte ein Polizeisprecher. Im Laufe der Busentführung hatte der Mann die erneute Prüfung seines Falles gefordert. Er habe nichts falsch gemacht und wolle wieder eingestellt werden.

kng/DPA/AFP DPA

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