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Entführung in den USA: Gospel-Song könnte Zehnjährigen gerettet haben

Willie Myrick spielte im Garten, als ihn ein Mann in sein Auto zerrte. Drei Stunden dauerte die Horror-Fahrt durch Atlanta. Als der Junge anfing zu singen, ließ der Entführer ihn überraschend frei.

Der mittlerweile zehnjährige Willie Myrick gibt dem Radiosender "V-103 Atlanta" ein Interview über seine Entführungsgeschichte mit Happy End

Der mittlerweile zehnjährige Willie Myrick gibt dem Radiosender "V-103 Atlanta" ein Interview über seine Entführungsgeschichte mit Happy End

Für den jungen Willie Myrick aus Atlanta im US-Bundestaat Georgia muss es ein Schreck gewesen sein, den er so schnell nicht vergisst. Am Abend des 31. März spielte der damals Neunjährige im Garten seines Hauses mit seinem Hund. Wie aus dem Nichts packte ihn ein fremder Mann, zerrte ihn in sein Auto und fuhr los. Die nächsten drei Stunden waren die wohl längsten, in seinem noch jungen Leben. "Er schrie mich an, ich solle die Klappe halten und dass er kein Wort mehr von mir hören wolle", sagte Myrick dem US-Fernsehsender "WSB-TV". "Wenn ich irgendjemandem hiervon erzähle, würde er mir wehtun, sehr weh", soll der Entführer gedroht haben. Der Junge hatte Todesangst - doch was er dann tat, könnte ihm das Leben gerettet haben.

Willie Myrick liebt Gospel-Musik, in seiner Verzweiflung begann er das Kirchenlied "Every Praise" zu singen. Der Song brachte die überraschende Wende: Der Entführer stieß den Viertklässler plötzlich aus dem Wagen und fuhr davon. Nachdem der Junge in dem fremden Stadtteil an einige Haustüren klopfte, ließ ihn ein älterer Mann die Polizei und seine Patentante verständigen. Der mittlerweile Zehnjährige wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht. Laut "CBS Atlanta" hat eine örtliche Nachbarschafts-Organisation inzwischen eine Belohnung von 10.000 Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.

Willie Myrick wieder bei seiner Familie

Als der Songwriter von "Every Praise", Hezekiah Walker, von der Geschichte hörte, war er so gerührt, dass er sofort nach Atlanta flog um Willie Myrick zu treffen. Gegenüber "WSB-TV" sagt Walker, er glaube Gott habe durch Myrick gesprochen und "das Leben des Jungen gerettet." Doch auch eine weltliche Erklärung ist denkbar: Der plötzliche Gesang könnte den Täter verblüfft und berührt haben. Ob Wunder oder Glück im Unglück - Willie Myrick ist wieder wohlbehalten bei seiner Familie.

amt
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
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