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Entführungsopfer: Natascha Kampusch moderiert TV-Show

Seit ihrer Flucht wurde fast jeder Schritt von Natascha Kampusch von den Medien begleitet. Nun geht dass österreichische Entführungsopfer selber unter die Medienmacher. Kampusch wird erstmals eine eigene TV-Sendung moderieren. Der erste Gast ist ein alter Bekannter.

Natascha Kampusch (20), österreichisches Entführungsopfer, geht unter die TV-Moderatoren. An diesem Sonntagabend (20.15 Uhr) wird die junge Frau, die achteinhalb Jahre von ihrem Entführer gefangen gehalten wurde, im österreichischen TV- Sender Puls 4 erstmals eine eigene Talkshow moderieren. Erster Gast Kampuschs wird der ehemalige österreichische Formel-1-Weltmeister und Unternehmer Niki Lauda sein. Die Talkshow mit Kampusch soll künftig einmal pro Monat ausgestrahlt werden.

Kampusch, die im August 2006 aus dem Kellergefängnis ihres Kidnappers Wolfgang Priklopil entkommen konnte, hatte schon kurz nach ihrer Flucht gemeint, dass sie Journalistin werden wolle. Jetzt sei sie gespannt auf die Reaktionen, sagte sie der Nachrichtenagentur APA am Mittwoch: "Über mich wurde schon so viel berichtet. Da will man wissen, wie es auf der anderen Seite ist." Ihr gehe es jetzt darum auszuloten, "Welchen Spielraum hat man dabei? Wo sind die Grenzen? Was kommt letztlich beim Zuseher an und wie reagiert das Publikum?"

Bei ihrer Talkshow wolle sie vor allem wissen, "wie meine Gäste ihr aktuelles Leben sehen - ihre berufliche Tätigkeit, den Freundeskreis. Sind sie zufrieden? Was sind ihre Träume?". Sie werde sich mit ihren Gesprächspartnern "sehr offen" vor der Kamera unterhalten, und dabei auch "einiges von mir preisgeben"

DPA / DPA