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Entschädigung für misshandelte Heimkinder Erzbischof Robert Zollitsch fordert schnelle Auszahlung


Zur Entschädigung ehemaliger Heimkinder will der Runde Tisch Heimerziehung die Gründung einer Stiftung mit einem Vermögen von 120 Millionen Euro vorschlagen. Erzbischof Robert Zollitsch hat schon jetzt eine schnelle Umsetzung des Vorschlags gefordert.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat sich für eine rasche Entschädigung früherer Heimkinder ausgesprochen. Bei der Umsetzung der vom Runden Tisch Heimerziehung gefundenen Ergebnisse dürfe es keine unnötigen Verzögerungen geben, appellierte er am Montag.

Das Gremium hatte sich am Freitag auf die Einrichtung einer mit 120 Millionen Euro ausgestatteten Bundesstiftung zur Entschädigung ehemaliger Heimkinder verständigt. Mit dem Geld sollen frühere Heimkinder, die bis Mitte der 70er Jahre zur Arbeit gezwungen wurden, entschädigt werden. Der Abschlussbericht soll an diesem Montag in Berlin vorgestellt werden.

Zollitsch bedauerte, dass in den 50er und 60er Jahren junge Menschen in Heimen der katholischen Kirche Unrecht erfahren hätten. "Ich bitte die Betroffenen von Herzen für diese traurigen Ereignisse um Verzeihung", sagte er einer Mitteilung zufolge.

DPA/DAPD DPA

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