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Erdrosselte Schwesternschülerin Polizei fasst Sexualstraftäter nach 27 Jahren


Fall gelöst: Dank neuer DNA-Untersuchungsmethoden ist ein mutmaßlicher Sexualverbrecher 27 Jahre nach der Tat gefasst worden. Der heute 64-Jährige soll eine 18-jährige Schwesternschülerin vergewaltigt und dann erdrosselt haben. Der Mann hat den Mord gestanden.

27 Jahre nach dem Mord an einer Schwesternschülerin haben Ermittler aus Kiel den mutmaßlichen Täter gefasst. Der heute 64 Jahre alte Mann aus dem Kreis Segeberg sitze seit Mittwoch in Untersuchungshaft, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag in der Landeshauptstadt mit. Er habe die Tat gestanden. Der Mann soll die 18-Jährige vergewaltigt und erdrosselt haben.

Die Frau aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) war im Februar 1984 auf dem Weg zu einem Disco-Besuch verschwunden. Neun Tage später entdeckten zwei 14 Jahre alten Schülerinnen in einem Waldstück nahe Weddelbrook bei Bad Bramstedt die Leiche. Trotz Ermittlungen der Polizei wurde der Täter fast drei Jahrzehnte lang nicht gefasst.

Eine neue Untersuchungsmethode von DNA-Spuren brachte nun die Fahnder voran. Gutachter des Landeskriminalamtes konnten mit der Methode DNA-Spuren feststellen, die sie als relevant für die Tat einstuften. Daraufhin traten 150 Männer zur Speichelprobe an, die schon damals in den Blick der Ermittler geraten waren. Eine Probe brachte den entscheidenden Hinweis.

"Mit einer Wahrscheinlichkeit, die keine vernünftigen Zweifel zulässt, landeten die Ermittler den 'Treffer'", erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Verdächtige war zur Tatzeit 37 Jahre alt. Er ließ sich am Dienstag widerstandslos in seiner Wohnung festnehmen. Das Amtsgericht Kiel erließ einen Haftbefehl wegen Mordverdachts.

mlr/DPA DPA

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