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Erfolg gegen Skimming: Chips und Störsender halbieren EC-Datenklau

Die neuen Maßnahmen scheinen zu fruchten: Die Banken melden im Kampf gegen EC-Karten-Betrüger überraschende Erfolgszahlen. Allerdings weichen die Kriminellen jetzt auf andere Geräte aus.

Im Kampf gegen das Ausspähen von EC-Karten in Deutschland sehen sich die Banken in diesem Jahr als Sieger: Die Zahl der Skimming-Fälle sei im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte zurückgegangen, meldet die Euro Kartensysteme GmbH der deutschen Kreditwirtschaft in Frankfurt. Die Schadenssumme schrumpfte demnach um mehr als 40 Prozent. 2010 hatte das Bundeskriminalamt (BKA) von 3183 Angriffen auf Geldautomaten und einem Schaden von 60 Millionen Euro gesprochen.

Chip zwingt Datendiebe nach Übersee

Auch das BKA rechnet in diesem Jahr mit deutlich weniger Fällen. "Wir gehen davon aus, dass die eingeführten Sicherungsmechanismen greifen", sagte eine Sprecherin. Seit Jahresbeginn werden EC-Karten in Deutschland flächendeckend über einen eingebauten Chip geprüft. Da dies auch im europäischen Ausland so ist, müssen die Täter nach Russland oder Übersee ausweichen, um Kartendubletten einzusetzen. Zuvor hatte ein kurzer Trip über die Grenze gereicht.

Banken hätten daneben Störsender gegen Skimming-Module installiert, sagte die BKA-Sprecherin. Schnelle Meldewege verhinderten zudem den Einsatz abgegriffener Daten. Von Januar bis November seien 156.000 womöglich manipulierte Girokarten gemeldet worden. In 88 Prozent der Fälle seien die betroffenen Karten so rasch gesperrt worden, dass sie den Tätern nichts nutzten. In Deutschland gibt es 97 Millionen Girokarten.

Kriminelle weichen auf Ladenkassen aus

Allerdings weichen die Täter nach Beobachtung von BKA und Banken jetzt auf Fahrkartenautomaten, Tankstellen und Einkaufsmärkte aus. Die Tankstellenbetreiber seien gewarnt und kontrollierten ihre Geräte häufiger, sagte Schneider. Erstmals seit Längerem habe es seit September wieder Fälle manipulierter Kartenterminals an Ladenkassen gegeben. Von 25 bemerkten Versuchen seien aber 17 vereitelt worden.

Für Verbraucher ist dies tückisch, weil manipulierte Geräte an der Ladenkasse von außen nicht erkennbar sind. Sie werden meist bei Einbrüchen von den Tätern umgebaut. Das BKA rät Händlern zur Kontrolle der Geräte, gerade wenn bei einem Einbruch nicht gestohlen wurde. Zudem melden manche Geräte, wenn sie nachts bedient wurden.

fw/DPA / DPA
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