HOME

Ermittler folgen neuen Hinweisen: Britische Polizei sucht weiter nach Maddie

Vor fast genau fünf Jahren verschwindet die kleine Maddie aus einer Ferienanlage in Portugal. Ihre Eltern geben die Hoffnung nicht auf. Doch zum ersten Mal seit langer Zeit hält auch die Polizei für möglich, dass Maddie doch noch leben könnte.

Die vor fünf Jahren an der portugiesischen Algarve-Küste verschwundene kleine Maddie ist nach Einschätzung der britischen Polizei möglicherweise noch am Leben. "Wir sind ehrlich davon überzeugt, dass es eine Möglichkeit gibt, dass sie am Leben ist", sagte Chefinspektor Andy Redwood von Scotland Yard. Die britische Polizei forderte die portugiesischen Behörden auf, die Ermittlungen in dem Fall wiederaufzunehmen.

Madeleine McCann, genannt Maddie, war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage an der Algarve im Süden Portugals verschwunden, wo sie mit ihren Eltern und zwei jüngeren Geschwistern Urlaub machte. Die portugiesischen Behörden stellten die Ermittlungen in dem Fall nach 14 Monaten ergebnislos ein.

195 neue "Ermittlungsmöglichkeiten"

Eine Sichtung des in Portugal gesammelten Beweismaterials durch britische Experten habe nun 195 neue "Ermittlungsmöglichkeiten" ergeben, erklärte Scotland Yard. Die britische Polizei veröffentlichte gleichzeitig ein computergeneriertes Foto, wie Maddie heute im Alter von knapp neun Jahren aussehen könnte.

Der Fall Maddie hatte vor fünf Jahren monatelang Schlagzeilen gemacht. Madeleines Eltern Kate und Gerry McCann starteten damals eine beispiellose Medienkampagne, um auf das Schicksal ihrer Tochter aufmerksam zu machen. Sie suchen auch mit Hilfe privater Ermittler weiter nach Maddie. Im Jahr 2010 erhielten sie die Zusage des britischen Premierministers David Cameron, dass Scotland Yard die Ermittlungen überprüft. Die britischen Ermittlungen kosteten laut Chefinspektor Redwood bislang rund zwei Millionen Pfund (2,4 Millionen Euro).

kave/AFP/DPA / DPA