HOME

Studenten-Massaker in Mexiko: Jetzt spricht ein Überlebender: "Wir sind der Politik ein Dorn im Auge"

Die Gewissheit, dass die 43 vermissten Studenten in Mexiko ermordet wurden, lässt die Trauer eskalieren. Ein Überlebender erzählt, warum der Kampf bei aller Aussichtslosigkeit trotzdem wichtig ist.

Es bleibt ihnen nur der Protest: Demonstranten sind 180 Kilometer bis nach Mexiko-City gelaufen, um gegen das Massaker an den 43 Studenten zu protestieren

Es bleibt ihnen nur der Protest: Demonstranten sind 180 Kilometer bis nach Mexiko-City gelaufen, um gegen das Massaker an den 43 Studenten zu protestieren

stern: Es gibt jetzt wohl Klarheit über das Schicksal der 43 verschwundenen Studenten.

José: Ja, so sieht es aus. Ich hatte noch Hoffnung, dass meine Freunde lebend gefunden werden, dass sie in einem Versteck gehalten wurden. Aber mit jedem Tag schwand die Hoffnung.

Hattest du wirklich noch Hoffnung?

Man klammert sich daran fest. Jeden Tag sehe ich hier an der Fachschule die Eltern meiner verschwundenen Kommilitonen. Sie sind so verzweifelt. Sie warten seit sechs Wochen auf Nachrichten. Wir unterstützen uns gegenseitig. Wir haben uns immer wieder gesagt, dass sie gefunden werden. Dass sie in den Bergen sind oder auf einer Polizeiwache.

Auch jetzt noch, nachdem die Überreste ihrer Knochen auf einer Müllkippe gefunden wurden?

Die Eltern hoffen immer noch. Sie sagen, ihre Jungen sind am Leben. Sie wollen, dass argentinische oder österreichische Forensiker die Untersuchung leiten. Den mexikanischen Behörden traut hier keiner.

Der offizielle Stand der Ermittlungen ist jetzt folgender: Der Bürgermeister von Iguala gab der Polizei den Auftrag, euch Studenten aus Ayotzinapa eine Lektion zu erteilen.

Weil seine eitle Frau befürchtete, wir könnten eine Veranstaltung stören. Das muss man sich mal vorstellen. Was für eine Hexe.

Daraufhin griffen Polizisten euch mit Waffen an und erschossen sechs Menschen, drei Studenten, drei Passanten.

Ich war ja dabei. Sie schossen wahllos um sich. Es gab keine Warnungen. Es war ein gezielter Angriff. Ich rettete mich nur, in dem ich mich unter ein Auto warf und dann in den Straßen um mein Leben rannte.

43 deiner Mitschüler nahmen die Polizisten fest und übergaben sie der Drogengang Guerreros Unidos. Diese exekutierten die 43 dann auf einer Müllkippe, verbrannten die Leichen und warfen die Überreste in einen Fluss.

So sieht es aus. So funktioniert hier die Zusammenarbeit von Politik, Polizei und den Kartellen. Mexiko ist ein Unrechtsstaat. Das wussten wir schon immer. Jetzt auf einmal entdeckt es auch die Welt, aber solche Dinge passieren hier seit Jahren. Unschuldige werden hingerichtet, Frauen verschwinden, Journalisten werden bedroht.

Es sieht so aus, als würde die Regierung unter Präsident Nieto auf den internationalen Druck reagieren.

Wie kommen Sie darauf?

Mehr als siebzig Beteiligte wurden verhaftet, darunter viele Polizisten.

Mal sehen, wann die wieder freikommen. Das ist Fassade. Ein Spiel für die Medien.

Auch der Bürgermeister und seine Frau wurden nach ihrer Flucht gefasst. Und wichtige Anführer der Guerreros Unidos wurden festgenommen.

Die Regierung hatte jetzt keine Wahl. Der Druck war zu groß. Irgendetwas mussten sie vorweisen. Aber es hat immerhin mehr als 30 Tage gedauert, bis der Bürgermeister gefasst wurde. Und glauben Sie ja nicht, dass die Drogengangs jetzt zerschlagen werden. Es handelt sich ja um ein gut organisiertes Kartell, da stehen die Nachfolger schon bereit.

Wie geht ihr jetzt mit der Situation um?

Wir helfen den Eltern und protestieren seit mehr als 40 Tagen. Wir demonstrieren in der Hauptstadt. Wir blockieren die Autobahnen. Wir stürmen Rathäuser. Dies bleibt nicht ohne Folgen.

Ihr habt versucht, den Nationalpalast in Mexico City zu stürmen.

Ich sage nicht, dass wir das waren. Fakt ist, dass es da brannte.

Besteht nicht die Gefahr, dass sich durch gewalttätige Proteste die Aufmerksamkeit zu euren Ungunsten verschiebt?

Sie haben keine Ahnung, wie machtlos wir uns in Mexiko fühlen. Glauben Sie doch ja nicht, dass sich hier etwas Grundlegendes ändert. Jetzt heucheln die Regierenden Mitleid. Aber die Wahrheit ist: Wir protestierenden Studenten waren ihnen schon immer ein Dorn im Auge.

Wie geht es bei dir weiter?

Ich weiß es nicht. Ich habe viele Kameraden verloren, darunter auch sehr gute Freunde. Einer, Julio César, wurde gefoltert und massakriert, der andere, José Eduardo, war einer der Verschwundenen. Ich hoffe, dass wir von den Experten aus Argentinien und Österreich bald Antworten bekommen. Dann können wir sie wenigstens beerdigen und die Eltern haben Klarheit. Nichts ist schlimmer, als das ganze Leben auf deinen verschwundenen Sohn zu warten.

Interview: Jan-Christoph Wiechmann
Themen in diesem Artikel
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg