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Erneute Gruppenvergewaltigung in Indien: Junge Frau von sieben Männern sexuell missbraucht

Sie schaute sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Für eine junge Inderin endete ein Ausflug in Karaikal in zwei Gruppenvergewaltigungen. Zehn Beteiligte wurden festgenommen.

Vor einem Jahr starb eine junge Studentin nach einer Gruppenvergewaltigung in Neu Dehli. Ihr Fall rief Massenproteste in Indien hervor.

Vor einem Jahr starb eine junge Studentin nach einer Gruppenvergewaltigung in Neu Dehli. Ihr Fall rief Massenproteste in Indien hervor.

Eine brutale Gruppenvergewaltigung hat erneut die indische Öffentlichkeit erschüttert. Wie die Zeitung "Times of India" und andere Medien am Freitag berichteten, sagte eine 20-Jährige bei der Polizei in Karaikal aus, sie sei an Weihnachten von drei Männern entführt worden, als sie sich mit Freunden Sehenswürdigkeiten der südindischen Hafenstadt angeschaut habe. Einer der Männer habe sie an einem abgelegenen Ort vergewaltigt und danach freigelassen. Ihre Freunde konnten sie finden. Als sie sie in Sicherheit bringen wollten, habe eine Gruppe von sieben Männer sie angegriffen und verschleppt.

Sechs der sieben Männer hätten die Frau dann ebenfalls vergewaltigt, berichtete "Times of India" weiter. Eine Polizeisprecherin sagte gegenüber Medienvertretern, es gebe in dem Fall ein Opfer und 13 Beschuldigte. Drei von ihnen seien noch auf der Flucht, die übrigen seien festgenommen worden. Drei der Festgenommenen wiederum seien Freunde des Opfers. Sie hätten den Vorfall nicht ordnungsgemäß der Polizei gemeldet.

Dem Zeitungsbericht zufolge waren die Verdächtigen der Polizei bereits wegen früherer Fälle von Entführung, Vergewaltigung und Einschüchterung bekannt. Der Sender CNN-IBN TV berichtete, das Opfer sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Todesstrafe bei Vergewaltigung mit Todesfolge

Am Sonntag jährt sich der Tod einer 23-jährigen Studentin in Neu Delhi nach einer brutalen Gruppenvergewaltigung. Sechs Männer hatten sich am 16. Dezember 2012 an der Studentin vor den Augen ihres Freundes in einem Bus in Neu Delhi vergangen und sie unter anderem mit einer Eisenstange so schwer misshandelt, dass sie knapp zwei Wochen später starb.

Das Verbrechen hatte die indische Öffentlichkeit zutiefst aufgewühlt und tausende Menschen zu Protesten gegen die verbreitete sexuelle Gewalt gegen Frauen und die Gleichgültigkeit der Behörden auf die Straßen getrieben. Die Politik reagierte mit der Einführung der Todesstrafe bei Vergewaltigungen mit Todesfolge. Dennoch wurden seit der Tat vor einem Jahr in Indien immer wieder derartige Sex-Straftaten begangen, unter anderem auch an ausländischen Touristinnen.

awö/AFP / AFP