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Erschossener Austauschschüler Mahnwache für Diren D. in den USA


Der Schock über den Tod des Hamburger Austauschschülers sitzt tief - auch in der US-Stadt Missoula, wo Diren D. erschossen wurde. Die Menschen dort erwiesen dem 17-Jährigen jetzt die letzte Ehre.

Freunde, Mitschüler und Nachbarn des #link;http://www.stern.de/panorama/nach-dem-tod-von-diren-d-todesschuetze-hat-angst-um-sein-kleines-kind-2106992.html;erschossenen Gastschülers Diren D.# haben in den USA dem 17-jährigen Hamburger bei einer Mahnwache die letzte Ehre erwiesen. Nach einem Bericht des Lokalblattes "Missoulian" vom Samstag versammelten sich die Trauernden am späten Freitagabend auf dem Fußballfeld von Fort Missoula im US-Bundesstaat Montana. Sie schrieben in ein Kondolenzbuch und ließen Ballons in den Himmel steigen.

Der Zeitung zufolge umarmten sich die Menschen, die den Deutschen im Herbst in ihrer Gemeinde aufgenommen hatten. Nach etwa einem Jahr als Gastschüler an der High School von Missoula im US-Bundesstaat Montana wollte Diren in wenigen Wochen nach Hamburg zurückkehren. Doch er fiel in der Nacht zum Sonntag in der Garage eines Fremden mehreren Schüssen zum Opfer. Was der Teenager dort suchte, ist nach wie vor ein Rätsel. Der Schütze, ein 29-jähriger kürzlich zugezogener Mann, ist wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt. Er ist gegen eine Kaution von 30.000 Dollar jedoch wieder auf freiem Fuß.

Die Generalkonsulin äußert Betroffenheit

Die amerikanische Generalkonsulin in Hamburg, Nancy Corbett, äußerte sich betroffen über den Tod des Austauschschülers. Sie habe die Nachricht vom Tod Direns mit tiefer Trauer aufgenommen, sagte Corbett. Den Eltern und allen Familienangehörigen, Freunden und Mitschülern spreche sie ihr aufrichtiges Beileid aus, fuhr die Diplomatin fort. "Ich bin persönlich - ebenso wie die Mitarbeiter des US-Generalkonsulats Hamburg und der Botschafter selbst - tief betroffen von seinem tragischen Tod", heißt es in der auch auf Facebook veröffentlichten Erklärung. "Diren, seine Familie, sowie alle Familienangehörigen, Freunde und Mitschüler sind in meinen Gedanken."

Am Freitagabend waren etwa 600 Angehörige, Freunde und Mitschüler des getöteten 17-Jährigen in einem Trauermarsch durch die Hansestadt bis vor das US-Generalkonsulat gezogen.

tis/DPA DPA

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