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Zwangsprostitution Europäischer Zuhälterring zerschlagen - Festnahmen wegen Menschenhandel

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Zehn Zuhälter müssen sich in Frankreich nun wegen Zwangsprostitution verantworten (Symbolbild)
© Stefan Puchner / DPA
Der französischen Justiz ist ein Schlag gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel gelungen. Sie konnten mehrere Mitglieder eines Zuhälterrings festnehmen. Die Männer waren auch in Deutschland aktiv.

Über Jahre hat ein Zuhälterring bulgarische Frauen in Frankreich zur Prostitution gezwungen. Nun ist es der Polizei gelungen, die Organisation zu zerschlagen: Zehn Zuhälter seien in Bulgarien, Deutschland und Frankreich festgenommen worden, hieß es am Mittwoch aus französischen Justizkreisen.

Frauen wurden in Deutschland untergebracht

Seit 2015 seien "dutzende" Frauen aus Bulgarien in das Netz der Zuhälter geraten, erklärte die Quelle. Die jungen Frauen, denen eine Anstellung in Frankreich versprochen worden sei, seien in Deutschland untergebracht worden, erklärte das zuständige Gericht in Nancy. Von dort aus hätten sie sich in Straßburg oder Annecy prostituieren müssen. 

Fünf Zuhälter wurden in Bulgarien, drei in Deutschland, in Kehl und Offenburg, festgenommen. Zwei in Frankreich festgenommenen Männern wird unter anderem schwere Zuhälterei, Menschenhandel sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Die Festnahmen fanden Anfang Juli statt. Die Ermittlungen würden jetzt weitergehen, um weitere Komplizen ausfindig zu machen, erklärte das Gericht in Nancy. Die Frauen wurden in die Obhut von Hilfsorganisationen übergeben.

fri AFP

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