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Ex-RAF-Terroristin frei: Birgit Hogefeld kommt als letzte aus der Haft

Die letzte inhaftierte Ex-RAF-Terroristin ist seit Montagabend auf freiem Fuß. Birgit Hogefeld war im Juni 1993 bei einem Einsatz der GSG 9 auf dem Bahnhof von Bad Kleinen festgenommen worden. Sie wurde wegen mehrfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die frühere RAF-Terroristin Birgit Hogefeld ist auf freiem Fuß. Sie sei bereits am Montag aus der Haft entlassen worden, sagte ein Sprecher des hessischen Justizministerium am Dienstag in Wiesbaden. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main hatte vor eineinhalb Wochen die Reststrafe der unter anderem wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilten Ex-Terroristin zur Bewährung ausgesetzt.

Die 54-Jährige befand sich bereits im offenen Vollzug. Die Bewährungszeit beläuft sich dem Sprecher des Justizministeriums auf fünf Jahre. In dieser Zeit dürfe sie nicht straffällig werden. Hogefeld hatte 18 Jahre ihrer Strafe verbüßt. Bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe kann die Reststrafe nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. Das OLG hatte die Mindestverbüßungszeit für das frühere Mitglied der linksterroristischen Rote-Armee-Fraktion (RAF) im Jahr 2008 aber auf 18 Jahre festgelegt.

Hogefeld war im Juni 1993 bei einem Einsatz der GSG 9 auf dem Bahnhof von Bad Kleinen festgenommen worden. Bei einer Schießerei kamen damals der RAF-Terrorist Wolfgang Grams und ein GSG-9-Beamter ums Leben. Hogefeld wurde wegen mehrfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie unter anderem an der Ermordung eines US-Soldaten und an einem Autobombenanschlag auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Frankfurt am Main beteiligt gewesen war.

ste/AFP / AFP