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Explosion in Mecklenburg-Vorpommern: Bankfiliale gesprengt - Tresor unversehrt

Missglückter Bankraub: Eine gewaltige Explosion hat im mecklenburgischen Malliß eine Bankfiliale zerstört. Mit der nächtlichen Aktion weckten unbekannte Täter zwar die Nachbarn, das Objekt ihrer Begierde blieb jedoch unversehrt.

Eine Bankfiliale in Malliß in Mecklenburg-Vorpommern ist am frühen Dienstagmorgen von Unbekannten in die Luft gesprengt worden. Die mächtige Explosion zerstörte gegen zwei Uhr die Filiale in einer Ladenzeile völlig und zog das Geschäftsgebäude mit mehreren Läden in Mitleidenschaft, berichtete die Polizei. Die Einbrecher hätten jedoch kein Geld erbeutet. Der Tresor der Volksbank sei bei dem Anschlag unversehrt geblieben, ebenso die Kassette im Geldautomaten, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust. Menschen seien nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt worden.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk mussten zunächst per Hand die Trümmer des Flachbaus beiseite räumen. Es war anfangs nicht auszuschließen, dass jemand verschüttet worden sei, sagte der Einsatzleiter. Personenspürhunde hätten jedoch niemanden gefunden. Bis zu 55 Helfer waren im Einsatz, Trümmer der Explosion flogen bis zu 50 Meter weit und beschädigten umliegende Häuser und geparkte Fahrzeuge. Aus einer beschädigten Leitung des Geschäftshauses entwich Gas, nach etwa zwei Stunden wurde das Leck geschlossen.

Explosionsursache ist noch unklar

Wie die Explosion ausgelöst wurde, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Es erhärte sich aber die Vermutung, dass die Täter vor dem Eingang der Filiale eine Explosion auslösten. Ob sie Sprengstoff oder etwas anderes verwendeten, etwa Benzin, Sauerstoff oder Acetylen, wisse man noch nicht.

Auf einem Parkplatz direkt neben der Bank brannte bei Eintreffen der Einsatzkräfte ein Radlader. Dieser stehe wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Explosion. Ob und wie die Täter ihn nutzten, werde noch untersucht.

Wie hoch der Schaden ist, steht ebenfalls noch nicht fest. Ein Statiker untersucht das Geschäftshaus. In dem nach der Wende errichteten Gebäude gibt es zudem einen Drogeriemarkt und ein Versicherungsbüro.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es laut Landeskriminalamt in diesem Jahr schon drei Anschläge auf Geldautomaten, ebenso wurden Sprengstoffattacken aus Brandenburg und Schleswig-Holstein gemeldet.

DPA/APN / DPA