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Texas: Mann tötet Freundin und lädt Foto der Leiche auf ihrer Facebook-Seite hoch

... und das Netzwerk braucht 36 Stunden, um das Horror-Bild zu löschen. Dafür haben die Verantwortlichen eine ähnlich abenteuerliche Erklärung parat wie der vermeintliche Täter für sein Verbrechen.

Der mutmaßliche Täter von Plano

Der mutmaßliche Täter: Foto der toten Freundin bei Facebook hochgeladen

Im US-amerikanischen Bundesstaat Texas soll ein Mann seine Freundin erstochen und anschließend ein Foto ihres leblosen Körpers auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht haben. Wie die "New York Times" berichtet, fand die Polizei in Plano – einem Vorort von Dallas – die tote Jennifer S. mit mehreren Stichwunden vor. Der mutmaßliche Täter und Freund der Getöteten, Kenneth A.,sei nackt und blutend am Tatort vorgefunden worden. Die Beamten hätten ihn zunächst für tot gehalten, heißt es in der Erklärung der Polizei, dann aber habe er Geräusche von sich gegeben. Er musste ebenfalls mit Stichwunden behandelt werden – wie sich im Krankenhaus herausstellte, hatte er sich diese selbst zugefügt.

Sowohl ein Foto des mutmaßlichen Täters als auch ein Foto der Getöteten wurde zum Tatzeitpunkt auf der Facebook-Seite von Jennifer S. gepostet, versehen mit der Bildunterschrift "Please pray for us" ("Bitte betet für uns"). Kenneth A. habe gegenüber der Polizei angegeben, dass es sich um einen Suizidpakt zwischen ihm und seiner Freundin gehandelt habe. Jennifer S. und er hätten zunächst gegenseitig aufeinander eingestochen, aber dann sei sie zu schwach geworden, um weiterzumachen. Deshalb habe er die Sache zu Ende bringen müssen.

Mutter sieht Foto ihrer toten Tochter auf Facebook

Die Mutter des Opfers hatte das Bild ihrer Tochter auf Facebook gesehen und daraufhin die Polizei alarmiert. Die Seite von Jennifer S. ist nicht öffentlich, aber für Freunde und Verwandte einsehbar. Über 36 Stunden habe es gedauert, bis das Netzwerk das Foto der Leiche entfernte, obwohl Verwandte mehrfach um die Löschung gebeten hätten.

In einer Erklärung von Facebook heißt es, das Bild hätte zunächst nicht gegen die Richtlinien verstoßen, weil zunächst unklar gewesen sei, was es zeigt, und weil es nicht vom Betreiber des Accounts persönlich hochgeladen worden sei. Facebook lösche Fotos, wenn sie Gewalt verherrlichen, so eine Sprecherin: "Als die Geschichte hinter dem Foto klar wurde, haben wir es gelöscht."

tim