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Beim Tanzen begrabscht Fegebank klagt über Hasskommentare bei Facebook und Co.

Bei Facebook bekam Katharina Fegebank böse Kommentare
Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank ist nach eigenen Angaben bei einem Fest von einem Mann mehrfach unsittlich berührt worden - auf Facebook gab's daraufhin auch böse Kommentare gegen sie.
© Axel Heimken/DPA
Weil Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank, beim Tanzen sexuell belästigt worden sein soll, erstattete sie Anzeige. Im Netz erntete sie nicht nur Solidarität, sondern auch viele gehässige Kommentare.

Nach dem Übergriff auf Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank, hat die Grünen-Politikerin viele bösartige Kommentare in der öffentlichen Debatte beklagt. Das sei "schon unangenehm". Fegebank war bei einem Fest in der Hamburger Landesvertretung in Berlin nach eigenen Angaben von einem Mann unsittlich berührt worden und erstattete Anzeige. In der Nacht zum Freitag twitterte Fegebank: "Hatte gehofft, dass der unschöne Vorfall nicht öffentlich werden würde. Solche Schlagzeilen braucht niemand. Ist jetzt aber so."

Die 39-Jährige schrieb in dem Kurznachrichtendienst weiter: "Die öffentliche Debatte ist schon unangenehmen, doch viele Kommentare sind so bösartig u. menschenverachtend, es macht mich sprachlos."  Ein Nutzer schrieb beispielsweise auf Facebook unter einem Pot von Fegebank: "Opfer von sexuellen Übergriffen.....wie war das nochmal mit der "Armlänge Abstand"? Oder gilt das nur für Otto-Normal-Hartz4ler."

Facebook: Katharina Fegebank bekommt auch Trost

Gleichzeitig dankte Fegebank aber auch für "all die Solidaritätsbekundungen, aufmunternden Worte und guten Wünsche".

Nach Angaben des Leiters der Hamburger Landesvertretung Steffen Hebestreit, hatte sich der mutmaßliche Täter Fegebank am frühen Mittwochmorgen auf der Tanzfläche genähert und sie begrapscht. Als er sie beim Verlassen der Tanzfläche nochmals berührte, habe Fegebank das Sicherheitspersonal gerufen. Der Mann wurde der Polizei übergeben. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der 24-jährige Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt.

ivi DPA

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