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Fall "Rebecca": Staatsanwaltschaft fordert fast 12 Jahre Haft

Das Verbrechen an der 17-jährigen Rebecca hat ganz Deutschland schockiert. Sie wurde entführt, vergewaltigt, geschlagen und tagelang festgehalten. Dem Täter droht nun eine sehr lange Haftstrafe.

Der Peiniger der 17-jährigen Rebecca in Rostock soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für 11 Jahre und 9 Monate hinter Gitter. Zusätzlich wurde am Montag vor dem Landgericht Rostock wegen der Vorstrafen des Mannes und seiner anzunehmenden weiteren Gefährlichkeit Sicherungsverwahrung beantragt. Der 28-jährige Mario B. hatte zugegeben, Rebecca im Oktober 2012 nach einem Discobesuch vergewaltigt, in seine Wohnung verschleppt und mehrfach missbraucht zu haben. Er hatte aber erklärt, bei der Tat unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden zu haben. Dem hatte ein Gutachter widersprochen.

Rebecca war nach knapp viertägigem Martyrium die Flucht gelungen. Sie hatte jedoch laut Anklage schwere Verletzungen davongetragen. Bei dem Überfall in der Nacht erlitt sie eine klaffende Schnittwunde an der linken Hand und verlor so viel Blut, dass sie zeitweise ohnmächtig wurde. Zudem soll Mario B. ihr nach einem gescheiterten Fluchtversuch so hart ins Gesicht geschlagen haben, dass ihr Nasenbein brach.

Mario B. war schon als Jugendlicher wegen eines Sexualdelikts verurteilt worden und nach weiteren Straftaten erst 2011 aus der Haft entlassen worden. Zur Tatzeit stand er unter Führungsaufsicht.

fle/DPA / DPA